Gestaltung des Marktplatzes
Antrag der Umweltliste Breisach zur Tagesordnung
Thema: Verkehrsgestaltung der Innenstadt
Der Gemeinderat möge beschließen:
Die Verwaltung beauftragt Beller Consult, auf der Grundlage des bestehenden Verkehrskonzeptes und der neuesten Verkehrserhebungen einen Lösungsvorschlag für den Verkehrsfluss im Kernbereich der Innenstadt zu erarbeiten. Ziel soll sein, die Attraktivität des Markplatzes und der ihn tangierenden Hauptverkehrsstraßen (Rheinstraße, Gutgesellen-torplatz und Richard-Müller-Straße) im Sinne eines lebendigen Zentrums, das zum Verweilen und Einkaufen einlädt, zu erhöhen.
Begründung:
Der Marktplatz ist das Herz der Stadt: Er soll Treffpunkt, Markt- und Veranstaltungsplatz sein, ein Ort zum Verweilen, Sitzen, Flanieren, Sehen und Gesehenwerden, mit einem Wort, er soll das lebendige Zentrum der Stadt sein.
Alle in Breisach empfinden den augenblicklichen Zustand als unbefriedigend oder gar unerträglich. Es muss eine Lösung gefunden werden. Es gibt schon manche Ideen. Arbeiten von Studenten wurden präsentiert und auch ausgezeichnet. Die Stadtverwaltung arbeitet daran, viele machen sich Gedanken.
Der Markplatz lässt sich aber nur gestalten, wenn man die übrigen Straßen der Innenstadt mit einbezieht. Der Verkehrsfluss etwa in Rheinstraße, Gutgesellentorplatz oder Richard-Müller-Straße wirkt sich auf den Marktplatz aus, direkt oder indirekt. Marktplatz und Umgebung hängen untrennbar zusammen.
Jeder kann sehen, dass in diesen Straßen auch etwas geschehen muss. Die Verkehrssituation ist zeitweise katastrophal: Stau, wartende Busse, die den Anschluss am Bahnhof nicht verpassen dürfen, enge Gehsteige, die zum gefährlichen Slalom auf die Straße zwingen, usw. Niemand hält sich in diesen Straßen länger als unbedingt nötig auf, nichts lädt zum Bummeln, Betrachten der Schaufenster und Einkaufen ein. Warum sollte man sich das auch antun? die Enge, den Lärm, die Gefahr? Die Not der anliegenden Geschäfte hängt sicher auch damit zusammen.
Die letzten Verkehrserhebungen belegen, dass der größte Anteil des Verkehrs in der Innenstadt reiner Durchgangsverkehr ist. Lässt sich dieser Anteil herabsetzen? Wie gewinnt man Platz in den engen Straßen? Wie wirken sich die verschiedenen Lösungen aus (etwa Einbahnstraßen wie im Verkehrskonzept vorgeschlagen)? Welche Lösung erhöht die Attraktivität am meisten? Bei all diesen Fragen ist es unerlässlich, sich den Rat und die Erfahrung von Fachleuten zu Dienste zu machen. Die Auswirkungen der einen oder anderen Lösung müssen auf solider Grundlage und nach umfassender Fachkenntnis beurteilt werden.
Beller Consult hatte in seinem vom Gemeinderat einstimmig angenommen Verkehrskonzept schon einen grundsätzlichen Vorschlag gemacht. Es wurde allerdings betont, dass bei konkreten Fragestellungen und neuen Verkehrsdaten die Kompetenz von Beller Consult erneut bereit stünde und herangezogen werden könne und solle. Dies wurde von allen begrüßt und das gilt es jetzt umzusetzen. Beller Consult kennt sich aus und kann mit relativ wenig Aufwand und in kurzer Zeit Entscheidungshilfen an die Hand geben. Die Gestaltung der Innenstadt ist zu wichtig und auch zu teuer: Hier müssen wir mit Bedacht und allem Rat, den wir bekommen können, die beste Lösung finden und entscheiden.
Breisach, den 5.3.2004, Gerd Müller (Fraktionsvorsitzender)
Pressemitteilung der Umweltliste Breisach
zur Verkehrsgestaltung in der Innenstadt
Die Umweltliste möchte sich in den kommenden Monaten verstärkt in die Diskussion um die Gestaltung des Markplatzes und den Verkehr in der Innenstadt einschalten. Ziel aller Anstrengungen muss sein, die Attraktivität des Markplatzes und der ihn tangierenden Hauptverkehrsstraßen (Rheinstraße, Gutgesellentorplatz und Richard-Müller-Straße) im Sinne eines lebendigen Zentrums, das zum Verweilen und Einkaufen einlädt, zu erhöhen.
Der Marktplatz ist das Herz der Stadt: Er soll Treffpunkt, Markt- und Veranstaltungsplatz sein, ein Ort zum Verweilen, Sitzen, Flanieren, Sehen und Gesehenwerden, mit einem Wort, er soll das lebendige Zentrum der Stadt sein.
Alle in Breisach empfinden den augenblicklichen Zustand als unbefriedigend oder gar unerträglich. Es muss eine Lösung gefunden werden. Es gibt schon manche Ideen. Arbeiten von Studenten wurden präsentiert und auch ausgezeichnet. Die Stadtverwaltung arbeitet daran, viele machen sich Gedanken.
Der Markplatz lässt sich aber nur gestalten, wenn man die übrigen Straßen der Innenstadt mit einbezieht. Der Verkehrsfluss etwa in Rheinstraße, Gutgesellentorplatz oder Richard-Müller-Straße wirkt sich auf den Marktplatz aus, direkt oder indirekt. Marktplatz und Umgebung hängen untrennbar zusammen.
Jeder kann sehen, dass in diesen Straßen auch etwas geschehen muss. Die Verkehrssituation ist zeitweise katastrophal: Stau, wartende Busse, die den Anschluss am Bahnhof nicht verpassen dürfen, enge Gehsteige, die zum gefährlichen Slalom auf die Straße zwingen, usw. Niemand hält sich in diesen Straßen länger als unbedingt nötig auf, nichts lädt zum Bummeln und Betrachten der Schaufenster ein. Warum sollte man sich das auch antun? die Enge, den Lärm, die Gefahr? Die Not der anliegenden Geschäfte hängt sicher auch damit zusammen.
Wenn die Innenstadt leben soll, muss sie mehr bieten als die Einkaufszentren am Stadtrand. Sie muss ihre Stärken ausspielen: Die Vielfalt der Läden, die Lebendigkeit und das Wohlfühlen in den Straßen und auf den Plätzen. Ein oder zwei Publikumsmagnete für alle Schichten und Altersgruppen gehören auch dazu; sie bringen die Laufkundschaft. Das sind
in Breisach etwa die Apotheke, die Cafés und das Tourismusbüro und vor allem die Post. Sie alle, zusammen mit den übrigen Geschäften und Zielen des Alltags, machen eine Innenstadt erst attraktiv. Ohne die Post etwa wäre die Richard-Müller-Straße tot.
Es muss also eine Lösung gefunden werden, die den Verkehr zu diesen Hauptanlaufpunkten aufnehmen kann und die dennoch für Fußgänger attraktiv ist. Denn sie sind es, die einkaufen oder die Restaurants besuchen. Die Leute müssen sich in den Straßen wohlfühlen, sie müssen gerne kommen. Wenn man sich die Gehwege und die Blockaden im Gegenverkehr betrachtet, so kann die Antwort nur heißen: Wir brauchen mehr Platz! Und der kann in der Rheinstraße und Richard-Müller-Straße nur gewonnen werden, wenn man sie als Einbahnstraßen einrichtet: man gewinnt fast eine ganze Fahrspurbreite. Kein Parkplatz geht verloren! Aber man erhält die Gestaltungsfreiheit für breitere Gehwege, Be- und Entladezonen und mehr Sicherheit beim Queren der Straße.
Da der weitaus größte Teil des Autoverkehrs in diesen Straßen reiner Durchgangsverkehr ist, führt die Einbahnstraßenlösung auch nicht zu nennenswertem Mehrverkehr; sie gestattet es vielmehr, den Verkehrsfluss so zu regeln, dass die Teilnehmer sich nur noch einfädeln und nicht mehr den Gegenverkehr kreuzen müssen. Ein weiterer Gewinn an Sicherheit.
Nicht von ungefähr kamen die Fachleute von Beller Consult schon vor zehn Jahren zu der Einbahnstraßenlösung. Angesichts der großen Investitionen bei knappen Mitteln und des Einflusses auf die ganze Innenstadt schlägt die Umweltliste vor, Beller Consult erneut zu Rate zu ziehen: Beller Consult kennt sich aus und kann mit relativ wenig Aufwand und in kurzer Zeit Entscheidungshilfen an die Hand geben. Dies betrifft vor allem die Maßnahmen, die ergänzend im Straßennetz zu treffen sind. Man könnte auch die eine oder andere Variante ohne allzu großen Aufwand erst einmal ausprobieren. So haben es schon zahlreiche Städte am „Europäischen Tag der Mobilität“, der jedes Jahr am 22. September beginnt, mit Erfolg getan. Wir müssen mit Bedacht und allem Rat, den wir bekommen können, die beste Lösung finden.
Breisach, den 27. März 2004
Für die Umweltliste: Gerd Müller (Beisitzer)
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