[Begründung:]
Immer deutlicher zeichnen sich die Risiken ab, die den Menschen durch die zu erwartende Klimaänderung innerhalb der nächsten Jahrzehnte drohen. Selbst die als vorsichtig und genau kalkulierend bekannten Versicherungsgesellschaften warnen vor nicht mehr zu verkraftenden Schäden und dringen auf rasche und wirksame Maßnahmen.
Die ersten und wahrscheinlich größten Opfer der Klimaschwankung werden die Menschen der warmen bis heißen Zonen der Erde sein, d.h. die der Dritten Welt. Eine besondere Gefahr geht dabei von der ungebremsten Abholzung des tropischen Regenwaldes aus, da damit gewaltige Mengen gebundenen Kohlenstoffes freigesetzt werden.
Um diesem Trend entgegenzutreten und endlich einen wirksamen Beitrag zu leisten, hatten sich im Jahr 1990 europäische Städte zu einem Klimabündnis zusammengeschlossen. Es sollte unterstreichen, dass die ganze Menschheit von der Entwicklung betroffen ist und dass die Industrieländer ein Großteil der Verantwortung dafür tragen.
Inzwischen sind fast 200 Städte in Deutschland dem Bündnis beigetreten. In unserer Nähe sind es: Bad Dürrheim, Donaueschingen, Hüfingen, Lahr, Freiburg u.a.m. Sie alle haben sich ein sehr hohes, fas nicht erreichbares Ziel gesteckt, nämlich eine 50%ige Reduzierung des CO2-Ausstoßes bis zum Jahre 2010, bezogen auf 1987. Damit soll wenigstens der Wille dokumentiert werden, alles zu tun, was in der Macht der Kommunen steht. Gleichzeitig soll auf den Gesetzgeber hingewirkt werden, die politischen Rahmenbedingungen zu ändern. Wie nötig das ist, zeigte sich erst jetzt der der Berliner Klimakonferenz.
Die Umweltliste Breisach möchte deshalb, dass der Gemeinderat über einen Beitritt zum Klimabündnis berät. Ein Engagement der Stadt würde zudem das Handwerk vor Ort stärken und die Energiekosten der Stadt erheblich senken.
Nach längerem Hin und Her ist der Beitritt der Stadt Breisach zum Klimabündnis inzwischen vollzogen. Der Beschluss im Stadtrat war einstimmig.
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