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Ehrung von
Blutspendern durch den DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg
Zu Beginn der
Sitzung begrüßt Bürgermeister Vonarb die Vertreter des DRK-Ortsvereins
Breisach, Herrn 1. Vorsitzenden Josef Köhninger und Herrn Bereitschaftsführer
Joachim Krause und gibt bekannt, dass die nachgenannten Breisacher Bürgerinnen
und Bürger vom Blutspendedienst Baden-Württemberg des Deutschen Roten Kreuzes
für mehrmaliges, freiwilliges und unentgeltliches Blutspenden ausgezeichnet
worden sind:
a) mit der Blutspender-Ehrennadel
in Gold (für 10-maliges Blutspenden)
Frau
Martha Eckerle, Renate Hauß und Herr Ulrich Durst
b) mit der Blutspender-Ehrennadel
in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter
Spendenzahl 25
Herren Wolfgang Helm und
Peter Seger
c) mit der Blutspender-Ehrennadel
in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter
Spendenzahl 50
Herr Michael Brose
d) mit der Blutspender-Ehrennadel
in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter
Spendenzahl 125
Herr Ernst Weiler
Nach Würdigung ihres Engagements und ihrer beispielhaften
Hilfsbereitschaft händigt der Bürgermeister die Auszeichnungen den im
Bürgersaal anwesenden Blutspendern zusammen mit der Verleihungsurkunde aus.
Gleichzeitig spricht er ihnen auch namens des Gemeinderats und der Stadtverwaltung
für ihren Dienst am Nächsten öffentlich Dank und Anerkennung aus.
TOP.
1) Frageviertelstunde für
Einwohner
Aus dem Zuhörerkreis wurden
keine Fragen gestellt.
TOP.
2) Aktivitäten der
Schulsozialarbeit an der Julius-Leber-Schule
Bürgermeister
Vonarb begrüßt Frau Christa Spanhak-Erschens, Schulsozialarbeiterin an der
Julius-Leber-Schule und bittet sie um Berichterstattung über ihre Aktivitäten.
Frau
Spanhak-Erschens stellt sich dem Gremium kurz vor. Sie berichtet, dass im Schuljahr
2004/2005 sie sich um 31 Einzelfälle gekümmert habe. Überwiegend waren es Schülerinnen
und Schüler aus den oberen Hauptschulklassen, wobei die Jungen die größere
Gruppe bildeten. In der Regel waren die Schüler durch aggressives Verhalten und
eine negative Arbeitshaltung im Unterricht aufgefallen, überwiegend handelte es
sich um deutsche Schüler. Insgesamt gab es 91 Kontakte und 11-mal wurden auch
die Eltern miteinbezogen.
Die
Gewaltprävention ist ebenfalls ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. Hierzu gehört die
Ausbildung von Schülern zu Streitschlichtern.
- 3 –
Seit
2005 gibt es einen so genannten „Trainingsraum für eigenverantwortliches Denken
und Handeln“. Schüler, die nachhaltig den Unterricht stören und sich auch durch
nachdrückliche Ermahnungen nicht davon abbringen lassen, können hier eine
„Auszeit“ nehmen, um über die Gründe und Folgen ihres Verhaltens nachzudenken.
Anhand eines Fragebogens müssen die Schüler sich mit dem eigenen Verhalten
auseinander setzen und sich bestimmte Grundregeln des schulischen
Zusammenlebens vergegenwärtigen.
Frau
Spanhak-Erschens wurde 2004/2005 29-mal
tätig als Streitschlichterin. Vier Jahre lang betreute sie eine Gruppe
ausländischer Mädchen im Alter von 13 bis 17 Jahren. Im Augenblick gebe es
keine Mädchengruppe.
Stadtrat
Gerd Müller (ULB) erkundigt sich, ob es auch eine Jungengruppe gebe. Dies würde
sie gerne machen, dafür reiche ihre halbe Stelle aber nicht aus, außerdem
sollte ein männlicher Kollege hinzugezogen werden.
Darüber
hinaus mache sie auch Unterrichtsbesuche und nimmt an Arbeitskreise, Fachtagungen
teil. Als aktuelles Projekt nennt sie einen Mobbing-Fragebogen.
Stadtrat
Gerold Jäger (ULB) und Stadträtin Monika Mack (CDU) bewerten die Arbeit der
Schulsozialarbeiterin als sehr positiv und sehr gut.
Der
Gemeinderat nimmt den Sachstand zur Kenntnis.
TOP. 3) Abwasserbeseitigung
-
Feststellung der Rechungsergebnisse 2004
Die
Rechnungsergebnisse 2004 der Abwasserbeseitigung sind durch den Gemeinderat
förmlich festzustellen.
Der
Bereich Kläranlage schließt 2004 mit einem Überschuss von 11.411,00 € ab.
Der
Bereich Flächenkanäle schließt 2004 mit einem Fehlbetrag von 90.221,00 € ab.
Der Fehlbetrag 2004 wird mit dem Überschuss per 31.12.2003 in Höhe von
142.995,00 € verrechnet, so dass noch ein Restüberschuss per 31.12.2004 von
52.774,00 € verbleibt.
Beschluss
(einstimmig 27:0:0)
Der
Gemeinderat stellt die Rechnungsergebnisse 2004 der Abwasserbeseitigung für den
Bereich Kläranlage mit einem Überschuss von 11.411,00 € und für den Bereich
Flächenkanäle mit einem Fehlbetrag von 90.211,00 € fest. Der Fehlbetrag der
Flächenkanäle ist mit dem festgestellten Überschuss per 31.12.2003 zu
verrechnen. Die verbleibenden Überschüsse sind bei künftigen
Gebührenkalkulationen zu berücksichtigen.
- 4 -
TOP. 4) Kernkraftwerk Fessenheim
-
Beitritt zur TRAS
Der
Gemeinderat der Stadt Breisach a.Rh. hat am 11. Mai 2004 folgenden Beschluss gefasst:
1. Aus Sorge um die Sicherheit seiner
Bevölkerung fordert der Gemeinderat der Stadt Breisach die Abschaltung des
Atomkraftwerkes Fessenheim. Er bittet die Bundesregierung, beim nächsten
Treffen mit der französischen Regierung die Gefährdung der deutschen
Bevölkerung durch das Atomkraftwerk zu erörtern und auf eine Beseitigung dieser
Gefährdung, d.h. auf eine Stilllegung zu drängen.
2. Das Bundesumweltministerium wird gebeten,
seine Einschätzung der gegenwärtigen Gefährdung der deutschen Bevölkerung durch
das Atomkraftwerk Fessenheim der Stadt Breisach darzulegen.
3. Die Landesregierung wird gebeten, die
Anliegen der Stadt Breisach sowohl bei der Bundesregierung als auch gegenüber
der französischen Seite nachhaltig zu unterstützen.
Ministerpräsident
Oettinger hat in einem Schreiben vom 10. August 2005 an den Abgeordneten
Gundolf Fleischer die Anregung gegeben, dass neben dem Landkreis
Breisgau-Hochschwarzwald sich auch die Gemeinden um eine Beteiligung an der
Überwachungskommission CLS bemühen sollten. Gleichzeitig hat er zugesagt, dass
die Landesumweltministerin sich beim Bundesumweltministerium für eine
Behandlung des Themas Fessenheim mit Frankreich einsetzen wird.
Dies
hat der Landtagsabgeordnete Gundolf Fleischer zum Anlass genommen, sich mit
Schreiben vom 20.12.2005 an den Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zu wenden
und sein Anliegen erneut aufzugreifen.
In
seiner Antwort vom 8. März 2006 teilt Minister Gabriel mit, dass er aufgrund
der Beratungen in der „Deutsch-Französischen Kommission für Fragen der
Sicherheit Kerntechnischer Einrichtungen“ (DFK) eine Erörterung auf dem
deutsch- französischen Gipfel nicht für angemessen hält. Außerdem pflichtet er
Ministerpräsident Oettinger bei, dass er es für zweckdienlich hält, dass die
Gemeinden Mitglied der „Commission Locale de Surveillance“ (CLS) werden.
Im
Juni 2005 wurde ein „Trinationaler Atomschutzverband der Bevölkerung um das AKW
Fessenheim“ (TRAS) mit Sitz in Basel gegründet. Ziel der TRAS ist es, rechtlich
gegen das Kernkraftwerk Fessenheim vorzugehen. Präsident ist Dr. Jürg Stöcklin
in Basel. Vizepräsident auf deutscher Seite ist Axel Mayer (BUND).
Die
SPD-Fraktion beantragt mit Schreiben vom 14.03.2006 die Behandlung des
Beitritts der Stadt Breisach zur TRAS im Gemeinderat.
Die
Aufgaben und Ziele der TRAS sind in den Statuten vom 17. Juni 2005 festgelegt.
Mitglieder nach § 3 können Gemeinden, Körperschaften des öffentlichen Rechts,
juristische Personen des privaten Rechts und natürliche Personen werden. Bei
einem
-
5 –
Beitritt
der Stadt Breisach ergäbe sich eine Zahlungsverpflichtung der Stadt Breisach
von jährlich rd. 1.000 € (0,07 € pro Einwohner) oder einer Einmalzahlung von
10.000 €.
In
Deutschland sind bisher einige Kommunen der TRAS beigetreten, so zuletzt die
Stadt Freiburg. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und verschiedene
Gemeinden haben einen Beitritt abgelehnt.
Bürgermeister
Vonarb macht deutlich, dass die Aussichten auf einen juristischen Erfolg der
TRAS zumindest fraglich sind. Aussagen zu einer möglichen Dauer des Verfahrens
sind derzeit nicht möglich. Es ist zu befürchten, dass im Falle eines
Rechtsstreites die Bemühungen, auf politischem Weg zu einer Schließung des
Kernkraftwerkes zu kommen, erschwert oder blockiert werden. Diese Einschätzung
wird nachhaltig durch das Schreiben des Bundesumweltministers Gabriel gestützt.
Die Verwaltung empfiehlt nachdrücklich eine Mitgliedschaft in der
Überwachungskommission CLS, die bei einem Beitritt zur TRAS nicht zu erreichen
sein dürfte.
Sollte
eine Mitgliedschaft in der CLS abgelehnt werden, wäre erneut über die Mitgliedschaft
in der TRAS zu beraten.
Die
Verwaltung möchte das Ziel der Beschlussfassung des Gemeinderates vom
11.05.2004 nicht in Frage stellen. Es geht ausschließlich darum, wie dieses
Ziel erreicht werden kann. Deshalb sollten der Bundesumweltminister und das
Land Baden-Württemberg aufgefordert werden, auf politischem Wege im Sinne des
o.g. Gemeinderatsbeschluss tätig zu sein.
In
der gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte von Neuf-Brisach und Breisach am 4.
April 2006 hat Maire Zimmerlé aus lokaler Sicht berichtet. Gegenwärtig läuft
ein Antrag auf Verlängerung der Laufzeit des Kernkraftwerkes von weiteren 10
Jahren, die sich an die bisherige Betriebsdauer bis 2011 anschließen und damit
eine Laufzeit des Kernkraftwerkes bis 2021 ermöglichen soll. Bis Ende dieses
Jahres ist mit einer Entscheidung zu rechnen.
Stadtrat
Frank Kreutner erklärt, dass die SPD-Fraktion dem Beschlussvorschlag nicht zustimmen
könne. Der eigentliche Antrag seiner Fraktion zur Mitgliedschaft TRAS sei nur
unzureichend berücksichtigt. Im Beschlussvorschlag werden Bezüge zwischen der
CLS und der TRAS hergestellt, die inhaltlich in dieser Form nicht
nachzuvollziehen sind. Gegen die CLS kann von der Sache her sicherlich nichts
eingewendet werden. Der Informationsaustausch zwischen den Kraftwerksbetreibern
und der Bevölkerung ist bestimmt verbessert. Allerdings ist der Landkreis
bereits Mitglied, Informationen der Gemeinden sollte also gesichert sein.
Wichtig sei festzuhalten, dass die CLS und die TRAS völlig unterschiedliche
Zielsetzungen verfolgen. Die CLS ist eine unabhängige Überwachungskommission,
die den laufenden Betrieb des Kernkraftwerkes begleitet und zur besseren Information
der Bevölkerung beitragen soll. Die TRAS hingegen hat sich als Ziel gesetzt,
auf eine möglichst baldige Stillegung des Kernkraftwerkes hinzuarbeiten. Eine
Mitgliedschaft in der CLS und die Einforderung der Unterstützung bei den
Bundes- oder Landespolitikern reichen nicht aus. Ein lokalpolitisches Zeichen
muss gesetzt werden. Die Mitgliedschaft bei der TRAS kann ein solches Zeichen
sein. Deshalb stellt die SPD den Antrag auf Beitritt zur TRAS.
- 6 –
Stadträtin
Monika Mack (CDU) stimmt den Vorschlägen
der Verwaltung zu. Es sei verfrüht, jetzt der TRAS beizutreten. Eine Klage
würde Fronten zwischen den Nachbarstaaten schaffen. Auch dürfe man nicht
vergessen, dass Deutschland 17% seines Strombedarfs aus Fessenheim bezieht.
Für
die ULB-Fraktion stellt Stadtrat Gerd Müller fest, dass die Forderung von 2004
bestehen bleibt. Bei allen Versuchen auf Landes- oder Bundesebene etwas zu
erreichen, kommt nichts heraus. Da nützt eine Mitgliedschaft in der CLS relativ
wenig. Der einzige Weg, auf dem etwas erreicht werden kann, ist der Klageweg.
Die ULB-Fraktion unterstützt den Antrag der SPD auf Beitritt der Stadt zur
TRAS.
Stadtrat
Dr. Rüdiger Groh (FDP/FWB) stellt fest, dass so viel geballte Nuklearenergie,
trotzt aller Sicherheitsbeteuerungen, heute nicht mehr haltbar sei. Darum sei
seine Fraktion auch für eine Stillegung des Kernkraftwerkes. Den Beitritt zur
CLS findet er vernünftig, gibt aber zu, dass damit das Problem nicht gelöst
werde. Er ist der Meinung, dass TRAS als Streitgemeinschaft nicht wirksam gegen
Fessenheim vorgehen kann. Zudem sei Axel Mayer von BUND ein Verfechter der
ökologischen Flutungen und somit als Ansprechpartner inakzeptabel.
Stadträtin
Dr. Petra Breitenfeldt erinnert daran, dass TRAS auf dem Klageweg schon einmal
erfolgreich in Frankreich gegen die Atomindustrie gewesen ist. 1986 haben über
20.000 Personen in Breisach gegen die Kernkraft demonstriert. Sie appelliert an
das Gewissen der Stadträte, die die Interessen der Bürger zu vertreten hätten.
Bürgermeister
Vonarb stellt klar, dass jeder das Recht hat, persönlich zu entscheiden. Man
dürfe die deutsch-französische Zusammenarbeit nicht gefährden.
Der
Antrag der SPD wird mit 16 Nein-Stimmen, 10 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung abgelehnt.
Es
ergeht somit folgender
Beschluss
(einstimmig 27:0:0)
1. Die Stadt Breisach beantragt die
Mitgliedschaft in der „Commission Locale de Surveillance“ (CLS) zum
nächstmöglichen Zeitpunkt .
2. Die Verwaltung wird beauftragt, sich erneut
an den Bundesumweltminister und den Ministerpräsidenten des Landes
Baden-Württemberg im Sinne der Beschlussfassung vom 11.05.2004 zu wenden mit
der Aufforderung, erneut tätig zu werden.
- 7 -
TOP. 5) Neubau der B 31 West
-
II. Bauabschnitt Gottenheim – Breisach
Stadtbauoberrat Horst Wolf berichtet, dass in der
Zeit vom 15.03.2006 bis 18.04.2006 die Pläne für die Weiterführung der B 31
West von Gottenheim nach Breisach ausliegen. Die Frist zur Stellungnahme läuft
am 02. Mai 2006 aus. Das Regierungspräsidium hat am 09. März 2006 die Planung
der Öffentlichkeit in der Stadthalle vorgestellt.
Der lt.
Planfeststellungsplänen vorgesehenen Trassenführung auf Gemarkung Breisach wurde
bereits in früheren Jahren (Gemeinderatsbeschluss vom 14.01.1992) zugestimmt.
Bei weiteren Planungsgesprächen wurde bereits 1998 mit dem Regierungspräsidium
eine Umplanung des Kreuzungspunktes B 31 / L 113 als Kreisverkehrsanlage
erreicht. Die jetzt vorliegenden Planungsunterlagen entsprechen der
Trassenführung der bisherigen Beschlusslage des Gemeinderates. Im Detail sind
jedoch einige Nachbesserungen bzw. Ergänzungen notwendig:
1) Verkehrsbeziehung für
Fußgänger und Radfahrer zwischen Breisach und Hochstetten
Bei der Planvorstellung am 09. März wurde auf
Anfrage von den Planern erklärt, diese Verbindung erfolge über die neue Brücke
der jetzigen B 31 und dem Radweg auf dem
Hochwasserdamm zur geplanten Unterführung mit Anschluss an die alte Hochstetter
Landstraße.
Diese Verbindung ist für die Stadt Breisach
nicht akzeptabel, da sie von der überwiegenden Zahl der Hochstetter Bevölkerung
und je nach Zielort auch von den Breisachern nicht angenommen wird. Die Brücke
liegt abseits der direkten Verkehrsverbindung. Im Falle von
Hochwasserrückhaltung soll der Dammweg gesperrt werden. Damit wäre nicht nur
für die Hochstetter Bürger der Weg unterbrochen, sondern auch der Radfernweg
vom Rheinübergang nach Freiburg und Bad Krozingen.
Unsere Forderung ist der Rückbau der alten
Hochstetter Straße als 3 m breiter Wirtschaftsweg mit dem Bau einer Überführung
beim südlichen Ortsrand von Hochstetten im Bereich der neuen Anschlussstraße.
Dies wurde in einem Planungsgespräch mit Aktenvermerk vom 26.06.1998 bereits zugesagt.
Die neue Unterführung bei Bau-km 0 + 520 wird mit einer Durchfahrtshöhe von
2,50 m geplant. Bei dieser Höhe ist die Durchfahrt für landwirtschaftliche
Fahrzeuge nur beschränkt möglich.
Durch eine parallele Verschwenkung des
Dammweges könnte die Steigung bzw. das Gefälle von 4,5 % vermindert und die
vorgenannte Anbindung an die alte Hochstetter Straße leichter hergestellt
werden.
2) Radwegeverbindung
Rheinübergang – Richtung Kaiserstuhl / Ihringen
Durch die Unterbrechung der L 114 und Aufhebung
des Bahnüberganges ist eine direkte Verbindung der jetzigen Radwegbeziehung
unterbrochen. Durch die Schaffung der unter Punkt 1 beschriebenen Überführung
südlich von Hochstetten und der Asphaltbefestigung der geplanten Erdwege
entlang südlich der B 31 West bis zu Bau-km 3 + 100 (Anschluss K 4928) könnte
diese Radwegeverbindung wieder hergestellt werden.
-
8 –
3) Rekultivierung
und Verwertung von Restflächen westlich von Hochstetten
Durch die westliche Verschwenkung der
Anschlussstraße der alten B 31 südwestlich von Hochstetten und der
Rekultivierung der jetzigen L 113 entsteht zwischen Bau-km 0 + 350 und 0 + 800
eine linsenförmige ca. 15.000 m² große Fläche. Durchquert wird diese Fläche in
der Längsrichtung durch den Abwasserkanal vom Klärwerk Grezhausen. Die 6
Kontrollschächte befinden sich dann im freien Ackergelände und stellen eine
stetige Behinderung bei der Ackerbewirtschaftung dar.
Hier schlägt die Verwaltung vor, diese Fläche
als Ausgleichsfläche anzupflanzen, um je nach Jahreszeit einen Lärmschutzeffekt
zu erzielen.
4) Kfz.-Anbindung
von Hochstetten
Die neue Anbindung an Hochstetten soll beim
südlichen Ortsrand bei Bau-km 0 + 350 erfolgen. Die Trassenführung beim
Anschluss an die Ortsstraße muss in einer Linie mit einem engen Radius von ca.
40 m erfolgen, so dass die Ortsstraße (Hochstetter Landstraße) in einer
Linienführung in bzw. aus der Ortslage vorrangig geführt wird.
Diese Änderung wurde ebenfalls bei früheren
Besprechungen im Jahr 1998 der Planungsbehörde
vorgetragen.
5) Abschluss
der Ortsstraße „Galgenweg“
Durch den Rückbau der Straße „Galgenweg“ als
Wirtschaftsweg mit 3,5 m Breite endet die mit 6 m ausgebaute Ortsstraße. Der
Abschluss sollte durch einen Wendeplatz mit 20 m Durchmesser erfolgen.
6) Wirtschaftswege
Die von der Stadt zu übernehmenden Erdwege
müssen aus Gründen der späteren Unterhaltung bei Krümmung mit Radien unter 20 m
asphaltiert werden. Durch eine asphaltierte Radwegverbindung, wie unter Punkt 2
beschrieben, wird der größte Teil dieser Forderung erfüllt.
7) Befestigung
von Wirtschaftswegen (4,50 m / 3,00 m Breite)
Die Asphaltbefestigung der Wirtschaftswege
ist mit 6 cm Tragschicht und 2,5 cm Asphaltdeckschicht bei 30 cm
Kiestragschicht vorgesehen.
Bei den heutigen landwirtschaftlichen Fahrzeugen
ist der Einbau von 6 cm Asphalttragschicht zu schwach. Wie die Erfahrung auf
unserer Gemarkung zeigt, ist dieser Aufbau der Belastung auf Dauer nicht
gewachsen. Hier muss bei Übernahme der Wege durch die Stadt Breisach die
Asphalttragschicht – wie in Breisach üblich – auf 10 cm verstärkt werden. Bei
untergeordneten Wegen mit 3,00 m Breite muss die Asphalttragschicht von 7 cm
auf 10 cm verstärkt werden.
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8) Allgemeine
Hinweise
Die Entwässerung der Verkehrsflächen im
Bereich der Kreisverkehrsanlage soll durch ein Versickerungsbecken erfolgen.
Die Funktion muss unter Berücksichtigung der geplanten Flutungen bzw.
Hochwasserrückhaltung im 600 m entfernten Rheinwald überprüft werden. Dies gilt
auch für die Unterführung bei Bau-km 0 + 520.
Die landwirtschaftlichen Grundstücke sind
nicht nur durch den Straßenbau beeinträchtigt, sondern auch durch die
Ausgleichsmaßnahmen. Nach der Straßenbaumaßnahme muss eine Flurbereinigung
entlang der B 31 – West erfolgen. Diese Flurbereinigung muss aber mit den Festlegungen
der Ausgleichsflächen abgestimmt sein.
Die Verwaltung begrüßt ausdrücklich die Aufnahme
ihres Vorschlages einer Knotenpunktgestaltung der B 31 / L 113 durch eine
Kreisverkehrsanlage. Dadurch werden aufwendige Brückenbauwerke und
unübersichtliche Verkehrsführungen vermieden. Das Landschaftsbild der
Rheinebene und die Ansicht des Breisacher Münsterberges bleiben erhalten. Auch
wird sich dieser neue Kreis-Knotenpunkt positiv auf die Verkehrsbelastung in
der Breisacher Innenstadt durch eine Aufteilung des einfließenden Verkehrs
auswirken.
Die Eheleute Paul Stadelbacher, Aussiedlerhof am
Galgenweg, haben ihrerseits Einwendungen gegen den zu nahen Trassenverlauf
erhoben und schlagen vor, den Kreisknotenpunkt weiter nach Westen zu verlagern,
was bautechnisch keine Probleme bedeuten würde. Damit würde eine Verminderung
der Lärmbelastung für das Anwesen erreicht werden. Nach Ansicht der Verwaltung
ist eine Verschiebung in den Bereich des ehemaligen Bunkers sinnvoll.
Für die CDU-Fraktion erklärt Stadtrat Bernd Jungel
die Zustimmung. Der Kreisverkehr sei sehr zu begrüßen. Er dankt Stadtbauoberrat
Horst Wolf für die Vorstellung der detaillierten Planung, die die Belange der
Stadt berücksichtige.
Stadtrat Gerd Müller (ULB) kann den
Beschlussvorschlag nicht zustimmen. Seit 1992 setze er sich gegen 2 Themen ein:
Tschernobyl und die B 31 West Planung.
Beschluss (24
Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung)
Der Gemeinderat stimmt der mit der Offenlage vom
20.01.2006 vorgelegten Planung der
B 31 West unter Vorbehalt der Berücksichtigung der
vorgenannten Änderungswünsche der Punkte 1) bis 7) zu und ermächtigt die
Verwaltung, weitere technische Details in den anstehenden Verhandlungen zu
vertreten.
TOP. 6) Neubau des städtischen Bauhofs im Helferzentrum Burkheimer
Landstraße in Breisach
In
der städtebaulichen Entwicklung der ehemaligen Militärflächen in Breisach am
Rhein wurde für das sogenannte
Helferzentrum an der Burkheimer Landstrasse festgelegt, dass neben den schon
realisierten Helferorganisationen Feuerwehr und Technisches Hilfswerk, sowie
der Planungsoption „neues Polizeirevier“ auch der neue städtische Bauhof angesiedelt
werden soll.
- 10 -
Der
bestehende städtische Bauhof am Neuen Weg wurde vor knapp 40 Jahren in den Gebäuden
des ehemaligen Schlachthofs der Stadt Breisach untergebracht. Der Grundstücksanteil
beträgt ca. 6.000 qm. Die bestehende umbaute Nutzfläche beträgt ca. 1.200 qm.
Die vorhandenen Gebäudeteile sind sanierungsbedürftig und technisch völlig
unzureichend.
Die
Flächen reichen für den heutigen Bedarf nicht mehr aus. Derzeit besteht
ein Fehlbedarf von ca. 800 qm
Nutzfläche.
Der
Neubau des Bauhofs ist in klassischer Bauweise konzipiert. Bestehend aus den Nutzungsbereichen
Sozial- und Bürogebäude, der Fahrzeughalle, den Werkstätten und dem
Gärtnereibetrieb.
Die
Gebäudeteile sind entsprechend den betrieblichen Abläufen und Erfordernissen
angeordnet und in Nord-Südausrichtung auf dem vorhandenen Grundstück platziert.
Insgesamt steht eine Grundstücksfläche von ca. 12.800 qm zur Verfügung. Die
neuen Gebäudenutzflächen betragen ca. 2.000 qm.
Für
die weitere Planung ist es notwendig, dass für die Tragwerksplanung und Haustechnikplanung
rechtzeitig die entsprechende Fachingenieure miteingebunden werden.
Stadtrat
Gerd Müller (ULB) regt an, um die Sonnenenergie vollkommen ausnutzen zu können,
die Dachfläche nicht nach Norden zu richten.
Wegen
Befangenheit nimmt Stadtrat Andreas Fischer an der Beratung und Beschlussfassung
nicht teil.
Beschluss
(einstimmig 26:0:0)
Der
Gemeinderat stimmt dem Planungskonzept für den Neubau des Städtischen Bauhofs
in Breisach zu und beauftragt die
Verwaltung, das Baugenehmigungsverfahren einzuleiten. Die Werkplanung und
Ausschreibungen sind soweit vorzubereiten, dass mit der Ausführung der Baumaßnahme
im Jahr 2007 begonnen werden kann.
Die
Ing. Leistungen für die Tragwerksplanung werden auf der Grundlage der HOAI an
das Ing. Büro Rebitzke aus Breisach, die Ing. Leistungen für die haustechnische
Planung (Heizung, Sanitär, Elektro) werden auf der Grundlage der HOAI an das
Ing. Büro Fischer aus Breisach-Hochstetten vergeben.
TOP. 7) Verschiedenes
Bürgermeister
Vonarb verweist auf den Presseartikel in der Badischen Zeitung vom 8.04.2006
bezüglich der Retention, wonach die Umweltministerin von Baden-Württemberg,
Frau Tanja Gönner keine Alternativen zu den im Rahmen des Hochwasserschutzes
geplanten ökologischen Flutungen am Rhein sehe. Hierzu hat Ministerpräsident
Günther Oettinger deutlich bemerkt, dass die Entscheidung hierzu beim
Regierungspräsidenten und Landrat läge.
Bürgermeister
Vonarb gibt bekannt, dass der Gemeindewahlausschuss die Bewerbungen Nr. 1 –
Oliver Rein – und Nr. 3 – Siegfried Buttenmüller – zur Wahl des Bürgermeisters
zugelassen hat. Die Bewerbung Nr. 2 – Werner Tereba – wurde nicht zugelassen, da er am
-
11 –
-
Wahltag
bereits das 65. Lebensjahr vollendet hat. Die Kandidatenvorstellungen finden am
27.04.2006 in Breisach und am 28.04.2006 in Niederrimsingen statt.
Am
13.05.2006 findet die Einweihung „Europaplatz“ mit Tag der offenen Tür der Außenstelle
des Landratsamtes statt. Hierzu werden der Gemeinderat aus Saint-Louis sowie
der Bürgermeister aus Oswiecim eingeladen, die ihr Kommen bereits zugesagt
haben.
Schluss der Sitzung: 21.10 Uhr
Zur
Beurkundung
Gemeinderäte: Der
Bürgermeister:
Die
Protokollführerin:
E. Dizien-Richarz