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TOP. 1) Frageviertelstunde
für Einwohner
Herr Lothar Neuman erkundigt
sich zum einen über die Nutzung des ehemaligen Sportplatzes auf dem
Konversionsgelände und zum zweiten möchte er Vorschläge für die Frage des
Kleinbusses in der Oberstadt unterbreiten. Er denke da zum Beispiel an „Mitnahmehaltestellen“
oder an Mitfahrgemeinschaft. Er gibt diese Anregungen an den Gemeinderat weiter.
Bürgermeister Vonarb macht
deutlich, dass der Sportplatz auf dem Konversionsgelände Privateigentum sei. Er
ist demnach nicht jedermann zugänglich. So lange er beibehalten wird, stehe er
jedoch den Schülern der Grundschule in der Montessori-Straße und der Gewerbeschule
sowie den Jugendlichen des Jugendzentrums zur Verfügung. Außerdem nutzt der
Radsportverband die Bahnen für Trainingseinheiten.
Was die Einrichtung eines
Kleinbusses für die Oberstadt anbelangt, erklärt Bürgermeister Vonarb, dass
wenn alle Fakten vorhanden sind, werde der Gemeinderat sich mit dem Thema
befassen.
TOP. 2) Bekanntgabe
der Beschlüsse der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung vom 15.03.2005
Gemäß
§ 35 Abs. 1 GemO wird bekanntgegeben, dass der Gemeinderat in seiner nichtöffentlichen
Sitzung vom 15.03.2005
- dem Erwerb des landeseigenen Grundstücks Flst.-Nr. 1294 mit einer
Größe
von 47,70 ar,
- der Übernahme einer Ausfallbürgschaft für einen Breisacher Verein
zugestimmt hat.
TOP. 3) Bebauungsplan
„Klosteräcker“ 1. Änderung
- Aufstellungsbeschluss
Der
Bebauungsplan „Klosteräcker“ von 1973 wurde als Dorfgebiet entwickelt und
regelt die bauliche Nutzung zwischen den Bereichen der Straße „Klosteräcker“ und
der „Hochstetter Straße“ am südlichen Ortseingang des Stadtteils Hochstetten.
Entlang der „Hochstetter Straße“ sind Reihenhausbebauungen festgesetzt, während
entlang der Straße „Klosteräcker“ Baufenster in einer Tiefe von 18 – 20 m eine
großzügige Grundstücksausnutzung zubilligen.
Entlang der
Straße „Klosteräcker“ wurde von dieser Ausnutzungsmöglichkeit nur in geringem
Maße für die Errichtung von Mehrfamilienhäusern Gebrauch gemacht. Große Flächenanteile
der erschlossenen Baugrundstücke liegen brach.
Auf Anfrage von
Grundstückseigentümern wurde von der Verwaltung in Absprache mit dem
Landratsamt untersucht, welche baulichen Entwicklungen innerhalb des
vorhandenen Bestandes vertretbar wären. Hierzu hat auch eine Umfrage unter den
übrigen Grundstückseigentümern im Baugebiet stattgefunden, deren Grundstücke
ebenfalls im Rahmen einer Neuordnung Änderungen erfahren könnten.
Als Ergebnis
wurde festgestellt, dass von den beiden Eigentümern der Flurstücke Nr. 1305/2
und 1305/3 konkrete Änderungsabsichten gewünscht und machbar sind.
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Mit
dieser Änderung des Bebauungsplanes wird die Möglichkeit der Nachverdichtung im
vorhandenen erschlossenen Bestand durch Neuordnung der bebaubaren Flächen
erreicht.
Nachdem alle
Fraktionen ihre Zustimmung erklärt haben und die Befangenheitsvorschriften
beachtet sind, ergeht folgender
Beschluss
(einstimmig 26:0:0)
Der
Gemeinderat beschließt die Änderung des Bebauungsplanes „Klosteräcker“ entsprechend
der der Sitzungsniederschrift als Anlage beigefügten
Planskizzen (Bestand und Neuplanung) und beauftragt die Verwaltung mit der
Durchführung des weiteren Verfahrens.
TOP. 4) Bebauungsplan „Fachmärkte zum Kaiserstuhl“
- Offenlagebeschluss (Ergänzung zu der für die
Gemeinderatssitzung am 15. 03.2005 übergebenen Beratungsunterlage)
In
nichtöffentlicher Sitzung des Bauausschusses am 05.04.2005 wurde der aktuelle
Stand der Bebauungsplanung nach den Verhandlungen mit dem Regierungspräsidium
und den beteiligten Discount-Märkten vorgetragen. Wegen des Ergebnisses der
sich daraus ergebenden Änderung der Bebauungsvorschriften und der Begründung
wird auf das Protokoll der nichtöffentlichen Bauausschuss-Sitzung sowie auf die
an die Fraktionssprecher zugesandten
geänderten Bebauungsvorschriften und die gemeinsame Begründung verwiesen.
Für die
CDU-Fraktion hält Stadtrat Jörg Leber es für zweckdienlich, die Funktion des Mittelzentrums
der Stadt zu stärken und die bestehenden Discount-Märkte wirtschaftlich überlebensfähig
zu halten. Es sein ein guter Kompromiss.
Durch die Schaffung günstiger Einkaufsmöglichkeiten wird dem Wohle der gesamten
Bürgerschaft entsprochen. Außerdem werden durch die Erweiterung neue
Arbeitsplätze geschaffen. Seine Fraktion stimmt dem Beschlussvorschlag zu.
Auch die FDP-
und SPD-Fraktion erklären ihre Zustimmung. Stadtrat Lothar Menges (SPD) weist
auf das Verkehrs-Chaos für die Radfahrer und Fußgänger auf dem Parkplatz hin und schlägt Verkehrsmaßnahmen vor.
Stadtrat Gerd
Müller (ULB) erklärt, dass in seiner Fraktion die Meinungen unterschiedlich
sind. Persönlich könne er diesem Vorhaben nicht zustimmen. Er vertritt die
Meinung, dass solche Erweiterungen nur der Konzentration im Handel dienen
würde. Dadurch sind schon viele Arbeitsplätze verloren gegangen und vor allem
der Druck auf die Anbieter und Produzenten wird immer größer.
Bürgermeister
Vonarb erwidert, dass der Druck auf die Produzenten unbestreitbar sei, er aber
auf allen Ebenen vorhanden sei. So sei heute die Marktwirtschaft. Die
Kaufentscheidung wird letztendlich vom Kunden getroffen.
- 4 –
Beschluss (24 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen)
Der
Gemeinderat beschließt unter sachgerechter Abwägung der vorgetragenen Stellungnahmen
der Träger öffentlicher Belange den Entwurf des Bebauungsplanes mit den vorgesehenen
Beschränkungen der Sortimente und Branchen in das weitere Offenlageverfahren.
TOP. 5) Änderung
der Benutzungsordnung für das Betreuungsangebot im Rahmen der „Verlässlichen
Grundschule“ der Stadt Breisach am Rhein
Für
die Benutzung der verlässlichen Grundschule werden derzeit Elternbeiträge in
Höhe von 35,00 Euro je Monat (10-Monate) erhoben. Die Inanspruchnahme der
verlässlichen Grundschule steigt seit 2003 stetig an. So ergab die Abrechung
2003 831 Betreuungsmonate
2004 915 Betreuungsmonate
2005 1.042
Betreuungsmonate (voraussichtlich).
Die
Finanzierung der verlässlichen Grundschule gestaltete sich in den beiden
vergangenen Jahren wie folgt:
|
|
|
2003
|
2004
|
|
Einnahmen
|
Gebühren
|
29.085
|
32.025
|
|
|
Zuweisungen
Land
|
33.025
|
31.831
|
|
|
Gesamt
|
62.290
|
63.856
|
|
|
|
|
|
Ausgaben
|
Personal
|
85.276
|
88.270
|
|
|
Inventar
|
483
|
150
|
|
|
Lehrmittel
|
758
|
842
|
|
|
Lernmittel
|
702
|
932
|
|
|
Gesamt
|
87.219
|
90.194
|
|
|
|
|
|
Zuschuss Stadt
|
|
24.929
|
26.338
|
|
|
|
|
|
Die von der
Stadt Breisach zu tragende Deckungslücke steigt ständig an. Eine maßvolle
Erhöhung der Gebühr auf 39,00 Euro je Monat würde zusätzliche Einnahmen
von 4.000,-- Euro erbringen und somit zumindestens die Deckungslücke konstant
halten. Die Gebührenerhöhung soll erst zum neuen Schuljahr 2005/2006 angewandt
werden.
In Anlehnung an
die Regelung für die Kindergärten wird künftig festgelegt, dass für das zweite
Kind, welches gleichzeitig das Angebot in Anspruch nimmt, einen geringeren Beitrag
von 20,00 € pro Monat und für jedes weitere Kind, keine Gebühr erhoben wird.
Nachdem alle
Fraktionen ihre Zustimmung signalisiert haben, ergeht folgender
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Beschluss
(einstimmig 26:0:0)
Der Gemeinderat
stimmt der Erhöhung der Benutzungsgebühr zum 01.09.2005 auf
39,00 Euro zu.
TOP. 6) Behördenzentrum
in Breisach am Rhein
- Arbeitsvergaben
a) Trockenbauarbeiten
Für
den Umbau der ehem. Kasernengebäude 067-068-069 in das neue Behördenzentrum in
Breisach a. Rh. wurden die Trockenbauarbeiten (Ständerwände, abgehängte Decken,
Gipskartonverkleidungen) ausgeschrieben.
Die
Submission erbrachte folgendes Ergebnis:
1) Fa. Brendlin, Schliengen 139.297,44 €
2) Fa. Oberist, Bad Krozingen 148.513,64 € + 6,6%
3) Fa. Glockner Breisach 161.854,80 € + 16,2%
4) Fa. Emter, Freiburg 164.935,76 € + 18,4%
5) Fa. Putz und Stuck, Freiburg 169.411,04 € + 21,6%
6) Fa. Veeser, Freiburg 172.190,40 € + 23,6%
7) Fa.
Preuss, Emmendingen 185.509,52
€ + 33,2%
8) Fa. Bährle, Breisach 213.604,72 € + 53,2%
9) Fa. Bauelemente Technik, Münstertal 309.396,36 € + 122,1%
Beschluss (einstimmig 26:0:0)
Der Gemeinderat beschließt, der preisgünstigsten
Anbieterfirma Brendlin aus Schliengen
den Auftrag für die Trockenbauarbeiten für das neue Behördenzentrum in
Breisach am Rhein zum Angebotspreis von 139.297,44 € zu erteilen.
b) Elektroinstallationsarbeiten und
Netzwerktechnik
Für
den Umbau der ehem. Kasernengebäude 067-068-069 in das neue Behördenzentrum in
Breisach a. Rh. wurden die Elektroinstallationsarbeiten und Netzwerktechnik
ausgeschrieben.
Die Submission erbrachte folgendes
Ergebnis:
1) Fa. Geppert, Breisach 449.625,09 €
2) Fa. Bieg, Schliengen 513.615,32 € + 14,2%
3) Fa. EBW-Elektrotechnik, Ebringen 521.343,60 € + 16,0%
4) Fa. Schwarz, Pfaffenweiler 550.837,97 € + 22,5%
5) Fa. Müller, Schallstadt 578.557,96
€ + 28,7%
- 6 –
Beschluss (einstimmig 26:0:0)
Der
Gemeinderat beschließt, der preisgünstigsten Anbieterfirma Geppert,
Breisach den Auftrag für die
Elektroinstallationsarbeiten und Netzwerktechnik für das neue Behördenzentrum
in Breisach am Rhein zum Angebotspreis von 449.625,09 € zu erteilen.
c)
Heizung- und Lüftungsarbeiten
Für
den Umbau der ehem. Kasernengebäude 067-068-069 in das neue Behördenzentrum in
Breisach a. Rh. wurden die Heizungs- und Lüftungsarbeiten ausgeschrieben.
Die
Submission erbrachte folgendes Ergebnis:
1) Fa. Wiedensohler, Breisach-Gündlingen 320.319,19 €
2) Fa. Kölble, Kappel-Grafenhausen 355.649,89 € + 11,03%
3) Fa. Fischer, Breisach 372.386,63 € + 16,25%
4) Fa. Walter, Schallstadt-Mengen 381.647,38 € + 19,15%
5) Fa. Krumm, Bahlingen
381.925,59 € +
19,23%
6) Fa. Tröndle, Waldshut-Tiengen 399.170,13 € + 24,62%
7) Fa. Degen, Müllheim 489.007,47 € + 52,66%
Beschluss (einstimmig 26:0:0)
Der
Gemeinderat beschließt, der preisgünstigsten Anbieterfirma Wiedensohler,
Breisach-Gündlingen den Auftrag für die
Heizungs- und Lüftungsarbeiten für das neue Behördenzentrum in Breisach am
Rhein zum Angebotspreis von 320.319,19 € zu erteilen.
d)
Sanitärarbeiten
Für
den Umbau der ehem. Kasernengebäude 067-068-069 in das neue Behördenzentrum in
Breisach a. Rh. wurden die Sanitärarbeiten ausgeschrieben.
Die
Submission erbrachte folgendes Ergebnis:
1) Fa. Fleig, Breisach 294.697,41 €
2) Fa. Wiedensohler 349.856,68 € + 18,72%
3) Fa. Schulz, Bötzingen 354.626,49 € + 20,34%
4) Fa. Sach, Breisach 372.558,73 € + 26,42%
5) Fa. Bury, Ihringen
383.802,15 € +
30,24%
6) Fa. Walter, Schallstadt-Mengen 388.625,76 € + 31,87%
7) Fa. Krumm, Bahlingen 393.420,09 € + 33,50%
8)
Fa. Thoma, Merzhausen 400.750,08
€ + 35,99%
9) Fa. Herbstritt, Herbolzheim 410.716,37 € + 39,37%
- 7 –
Ohne
Mitwirkung von Stadtrat Andreas Fleig wegen Befangenheit ergeht folgender
Beschluss (einstimmig
25:0:0)
Der
Gemeinderat beschließt, der preisgünstigsten Anbieterfirma Fleig, Breisach den Auftrag für die Sanitärarbeiten für das
neue Behördenzentrum in Breisach am Rhein zum Angebotspreis von 294.697,41 € zu
erteilen.
e)
Straßenbau – Erschließung
Im neuen Behördenzentrum muss die Anbindung an die zur
Zeit im Bau befindlichen Müllheimer Straße und die Innere Erschließung bis Ende
Juli 2005 hergestellt sein. Die Arbeiten beinhalten den Ausbau der Fahrbahnen,
Parkplätze, Freiflächen vor den Gebäuden, ein Fußweg zur Elsässer Allee und die
Fußwege auf dem Europaplatz. Die Planung ist aus beiliegendem Lageplan
ersichtlich.
Der Beginn der
Arbeiten ist von den Entsiegelungsarbeiten durch den Bund abhängig.
Leider sind
diese immer noch nicht begonnen, obwohl das Stadtbauamt seit November 2004
versucht die Arbeiten bei den zuständigen Stellen zu betreiben.
Die
Ausschreibung hat am 10. März stattgefunden. Ein Vergabe ist bis zum jetzigen
Datum noch nicht erfolgt.
Die Submission
der Erschließungsarbeiten ergab folgendes nachgeprüftes Ergebnis:
1. Kirchhoff +
Schleith, Steißlingen 431.797,43
€
2. Vogel-Bau,
Lahr 445.081,08
€
3. Knobel,
Hartheim 448.952,75
€
4. Joos,
Hartheim 460.493,38
€
5. Gebr.
Pontiggia, Elzach 465.658,70
€
6. Chr.
Pontiggia, Waldkirch 498.311,78
€
7. Amann, Sasbach 517.236,47
€
8. Hoch,
Freiburg i. Br. 544.307,09
€
Die Firmen
Kirchhoff + Schleith, Fa. Joos, Gebr. Pontiggia haben Nebenangebote als Konditionierung
(Verfestigung mit Kalk) abgegeben. Die Nebenangebote können nicht gewertet
werden. Der geplante Aufbau ist mit 20 cm Frostschutzschicht und 30 – 50 cm
güteüberwachtem Recyclingmaterial vorgeschrieben. Bei Verwendung von
konditioniertem Material würde der Frostschutz nur 20 cm betragen, was nicht
der Richtlinie RSTO 01 Bauklasse III entspricht.
Nach Prüfung der
Angebote (Preisspiegel) erschienen uns die Preise für güteüberwachtes
Recyclingmaterial 0/45 und Grabenverfüllmaterial als nicht auskömmlich
kalkuliert.
Auf Anfrage bei
der Fa. Kirchhoff + Schleith wurde die Auskömmlichkeit schriftlich bestätigt.
In der
Gesamtbetrachtung ist das Angebot angemessen kalkuliert.
Die Fa.
Kirchhoff + Schleith verfügt für die fach- und fristgerechte Ausführung das notwendige
Personal und Geräte.
- 8 –
Beschluss (einstimmig 26:0:0)
Der
Gemeinderat vergibt die Straßenbauarbeiten zur Erschließung des
Behördenzentrums an die preisgünstigste Anbieterfirma Kirchhoff + Schleith,
Steißlingen, zu den Preisen des Angebotes vom 29.03.05 mit dem Angebotspreis
von 431.797,43 €.
TOP. 7) Verschiedenes
Auf die Frage von Stadtrat Dr.
Rüdiger Groh bezüglich des unschönen Anblicks der gefallenen Baumstämme an der
Möhlin beim Kinderspielplatz, erklärt Bürgermeister Vonarb, dass er die
Örtlichkeiten anschauen werde. Mit Umweltbeauftragter Hennig habe er erst heute
morgen eine Unterredung über dieses Thema gehabt. Wie bekannt, solle man den
Wald nicht „aufräumen“, damit Biotope entstehen können und somit die Vögel
heimisch werden. Die Verwaltung werde sich mit diesem Thema befassen.
Vielleicht könnte man auch hier mit Hinweisstaffeln arbeiten.
Schluss der Sitzung: 19.50 Uhr
Zur
Beurkundung
Gemeinderäte: Der
Bürgermeister:
Die Protokollführerin:
E. Dizien-Richarz