Protokoll Nr. 02
über die öffentliche Sitzung des
Gemeinderats
am 13.02.2007
im Bürgersaal
des Rathauses in Breisach am Rhein
Teilnehmer:
als Vorsitzender Bürgermeister Oliver
Rein
die Stadträte: Baldus Stephanie
Bercher
Peter
Binz
Andreas
Dr.
Breitenfeldt Petra
Czemerys
Günter
Fischer
Andreas
Fleig
Andreas
Gnädinger
Rudolf
Dr.
Groh Rüdiger
Hintereck
Wendelin
Ingenhoven
Willi
Jäger
Gerold
Köbele
Ruth
Kreutner Frank
Leber Jörg
Mack
Monika
Maier-Hänle
Ulrike
Menges
Lothar
Müller Gerd
Schäfer Thomas
Schneider
Werner
Siebenhaar
Roman
Siegel Anton
Singler
Andreas
Wiedensohler
Imogen
Zimmermann
Reiner
Ortsvorsteher: Kiefer Bernhard,
Oberrimsingen
Ziegler
Walther, Gündlingen
Von der Verwaltung: Stadtkämmerer Konrad Schanno
Stadtbauoberrat
Horst Wolf
Stadtoberamtsrat
Harald Bitzenhofer
Dipl.-Ing.
Stefan Baum und
Protokollführerin
Evelyne Dizien-Richarz
Beginn
der Sitzung: 18.30 Uhr
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Vor Eintritt in die Tagesordnung überreicht Bürgermeister
Rein den Stadträten namens des Fördervereins „ehemaliges jüdisches Gemeindehaus
Breisach“ e.V. das Buch „Tänze für das Blaue Haus“ als Dankeschön für die
Unterstützung der Stadt.
TOP. 1) Frageviertelstunde
für Einwohner
Aus dem
Zuhörerkreis wurden keine Fragen gestellt.
TOP. 2) Ausweisung
von Neubaugebieten im Konversionsbereich in Breisach
a) Bebauungsplan „Untere Gärten“
b) Bebauungsplan „Vogesenstraße-Nord“
- Aufstellungsbeschluss
Nach Klärung
der eigentumsrechtlichen Voraussetzungen ist die Stadt Breisach dazu in der
Lage, auf Flächen des Konversionsgeländes Neubaugebiete auszuweisen. Zur Deckung
des dringenden Wohnbedarfs sollen zwei Teilabschnitte planungsrechtlich entwickelt
werden.
a)
„Untere Gärten“
Dieses Gebiet
umfasst eine Fläche von 4,06 ha im Bereich Hohenzollernstraße/
Vogesenstraße
nördlich der Wohnanlage „Rebgarten“. Für diese Fläche hatte sich der Bund als
Grundstückseigentümer ein Vorvermarktungsrecht ausbedungen. Dies war für die
Stadt Breisach mit der Verpflichtung verbunden, für diesen Bereich einen
„einfachen Bebauungsplan“ zu entwickeln. Das Verfahren dieses „einfachen Bebauungsplanes“
wurde am 23.09.2003 mit dem Aufstellungsbeschluss in Gang gesetzt und endete
mit dem Satzungsbeschluss am 20.07.2004. Eine Rechtskraft ist jedoch nicht
eingetreten, weil nach dem damaligen Planungsrecht die Untersuchungstiefe für
einen „qualifizierten Bebauungsplan“ nicht ausreichend gutachtlich erarbeitet
wurde.
b) „Vogesenstraße-Nord“
Hier handelt es sich um eine Fläche von
2,74 ha entlang der westlichen Vogesenstraße und nördlich des Behördenzentrums
bis zur Straße “Meisennest”.
Anhaltspunkt
für die städtebauliche Untersuchung ist der Inhalt einer Diplomarbeit von Herrn
Dipl.-Ing. Thomas Wolf. In dieser Studie sind die Straßenzüge und Bauzeilen dargestellt,
die die Grundlage für ein sinnvolles Erschließungskonzept bilden.
Mit der
weiteren inhaltlichen und fachlichen Erarbeitung der Bebauungspläne soll das
Büro Fahle – Stadtplaner beauftragt werden, das bereits im Flächennutzungsplan
für die Stadt Breisach erstellt hat und mit verschiedenen
Bebauungsplanverfahren über umfangreiche Vorkenntnisse der hiesigen Struktur
verfügt.
Die
Vergabesumme der städtebaulichen Honorarvereinbarungen liegen innerhalb der
Größenordnung des Verfügungsbereiches des Bürgermeisters.
Im Rahmen der
Erarbeitung der Bebauungspläne wird zunächst auch geprüft, ob die
Vereinfachungsregeln für die Bearbeitung von Bebauungsplänen nach dem
novellierten Baugesetzbuch möglich sind, das im neuen § 13 a ein vereinfachtes
Verfahren ermöglicht.
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Bürgermeister
Rein erläutert, dass es sich hier um Grundstücke mit einer Größenordnung von
400 bis 600 m² handelt. Gerade solche Grundstücke seien in Breisach in den
vergangenen Jahren kaum angeboten worden. Mit der inhaltlichen und fachlichen
Erarbeitung der Bebauungspläne wird das Büro Fahle, Freiburg beauftragt, das aus frühren Aufträgen für
die Stadt über umfangreiche Vorkenntnisse verfügt. Das Büro Fahle wird dem
Gemeinderat seine Vorschläge dann unterbreiten.
Auf
Anfrage von Stadträtin Ulrike Maier-Hänle (SPD) erklärt Stadtbauoberamtsrat
Horst Wolf, dass Mitte Mai der Offenlagebeschluss erfolgen wird. Gleichzeitig
wird das Gelände vermessen und die Erschließung geplant werden. Dann können
auch die ersten Gespräche mit den Kaufinteressenten stattfinden. Der
Satzungsbeschluss ist für Mitte Juli terminiert. Wahrscheinlich bis Ende des
Jahres könnten die ersten Bauherren mit den Bauarbeiten beginnen. Es sei
allerdings schwierig, einen genauen Termin zu nennen.
Stadtrat Gerd
Müller berichtet von einer Veranstaltung über den Klimawandel und seine
Konsequenzen wie z.B. u.a. Aufwärmung der Straßen. Deshalb freue er sich auf
die gemeinsame Arbeit mit dem Büro Fahle.
Nachdem alle
Fraktionen zugestimmt haben, ergeht folgender
Beschluss
(27:0:0)
Der
Gemeinderat beschließt die Aufstellung der Bebauungspläne
a) „Untere
Gärten“ und
b) „Vogesenstraße-Nord“
und beauftragt die Verwaltung, zusammen
mit den beauftragten Planungsbüros die schnellstmöglichen Voraussetzungen für
die Bildung von Baugrundstücken zu schaffen.
TOP. 2) Anbau
einer WC-Anlage an die Stadthalle in Breisach am Rhein
Dipl.-Ing.
Stefan Baum berichtet, dass die Stadthalle Breisach im Jahr 2002 bei einer
Überprüfung des Brandschutzbeauftragten des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald,
Herrn Nönninger verschiedene Auflagen erhalten hatte, die bis spätestens
Jahresende 2007 erfüllt werden müssen. Dies betrifft insbesondere die fehlende
Rauch-Wärme-Abzugsanlage (RWA), die Sanierung der Notbeleuchtungsanlage, die Sanierung
der Elektroverteilungsanlage sowie die Prüfung der Flucht- und Rettungswege. Da
die Stadthalle Breisach voraussichtlich noch die nächsten Jahre als Versammlungsstätte
voll ausgelastet ist, hat die Verwaltung in diesem Zusammenhang geprüft, wie
die bisher unbefriedigendende Situation der bestehenden WC-Anlagen im Keller zu
verändern und mit einem Anbau an die Stadthalle eine Verbesserung zu schaffen
ist. Diese Toilettenanlage soll nicht nur Barrierefrei, sondern auch noch
zusätzlich mit einer behindertengerechten Toilette ausgestattet werden.
Als
wirtschaftliche Lösung wäre ein konventioneller Anbau aus Mauerwerk mit einem
Pultdach. Die zusätzliche WC-Anlage kann aus erschließungstechnischer Sicht nur
am südlichen Teil der Stadthalle angebaut werden.
Für die
Sanierung der Stadthalle und Baumaßnahme wurden im Haushalt 2007
€ 350.000,00
eingestellt.
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Stadtrat
Lothar Menges (SPD) stimmt dem Konzept grundsätzlich zu. Er bittet um Prüfung
einer Solaranlage auf dem Dach..
Für die
FDP/FWB plädiert erneut dafür, dass auf alle Fälle an den Plänen für ein Bürgerhaus
festzuhalten sei, denn die Stadt könne heute den Bedarf an Hallen gar nicht decken.
Beschluss
(27:0:0)
Der
Gemeinderat nimmt das Planungskonzept für den Anbau einer WC-Anlage an die
Stadthalle zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, das Baugenehmigungsverfahren
einzuleiten. Die für das Baugenehmigungsverfahren notwendige Tragwerksplanung
wird auf der Grundlage der Honorarordnung für Architekten und
Ingenieur
(HOAI) an das Ingenieurbüro Rebitzke, Bad-Krozingen-Biengen, Niederlassung Breisach
vergeben.
TOP. 4) Verschiedenes
Bürgermeister
Rein wird in der nächsten Gemeinderatssitzung über die heutige Sondersitzung
der CLS (Atomkraftwerk Fessenheim) berichten.
Schluss der Sitzung: 19.10 Uhr
Zur Beurkundung
Gemeinderäte: Der Bürgermeister:
Die
Protokollführerin:
E. Dizien-Richarz