Protokoll Nr. 02
über die öffentliche
Sitzung des Gemeinderats
am 15.02.2005 im
Bürgersaal
des Rathauses in
Breisach am Rhein
Teilnehmer:
Als Vorsitzender: Bürgermeister Vonarb
Die Stadträte: Baldus Stephanie
Bercher Peter
Binz
Andreas
Dr. Breitenfeldt Petra
Czemerys
Günter
Fischer
Andreas
Fleig
Andreas
Dr.
Groh Rüdiger
Hintereck
Wendelin
Jäger
Gerold
Köbele
Ruth
Leber
Jörg
Maier-Hänle,
Ulrike
Menges
Lothar
Müller
Gerd
Schäfer
Thomas
Schneider
Werner
Siegel
Anton
Singler
Andreas
Wiedensohler
Imogen
Zimmermann
Reiner
Entschuldigt: Gnädinger Rudolf
Ingenhoven,
Willi
Jungel,
Bernd
Kreutner,
Frank
Mack,
Monika
Von der Verwaltung: Ortsvorsteher Bernhard
Kiefer
Ortsvorsteher
Walther Ziegler
Beigeordneter Oliver Rein
Stadtkämmerer
Konrad Schanno
Stadtbauoberrat
Horst Wolf
Dipl.
Ing. Stefan Baum
Stadtamtsrat
Harald Bitzenhofer (Protokoll)
Beginn der Sitzung: 18.30 Uhr
- 2 -
TOP. 1) Frageviertelstunde
für Einwohner
a. Frau
Christa Bolanz wies auf die Verkehrsproblematik im Bereich der Kindertagesstätte
Kohlerhof hin. Durch die neue verkehrsrechtliche Anordnung in diesem Bereich
haben sich wesentliche Verbesserungen ergeben, da die Eltern den Weg nicht mehr
befahren. Leider halten sich die Fahrer des Kindergartenbusses der Stadt
Breisach nicht an diese Regelungen. Gespräche mit den Busfahrern und mit dem
Hauptamt haben zu keinen Veränderungen geführt. Beigeordneter Rein sicherte zu,
dass die Stadtverwaltung das Problem lösen wird.
b. Herr
Tobias Ehret, Niederrimsingen, bezog sich auf die Parkprobleme beim Niederrimsinger
Baggersee. Als Bewirtschafter eines landwirtschaftlichen Aussiedlerhofes sieht
er sich durch den ruhenden Verkehr in der Bewirtschaftung seiner landwirtschaftlichen
Flächen sehr stark beeinträchtigt. Die vielen getroffenen Maßnahmen in den
letzten Jahren sind ohne zwingenden Erfolg geblieben. Eine Verbesserung war
lediglich spürbar durch die Kontrollgänge der Feldhut im Jahr 2003. Nach seiner
Auffassung können die Personalausgaben hierfür durch die Bußgelder refinanziert
werden. Bürgermeister Vonarb sicherte zu, dass man nach Lösungen suchen und
eventuell wieder eine Person für die nächtlichen Kontrollgänge eingesetzt
wird.
TOP. 2) Flächennutzungsplan
2020 der Stadt Freiburg – Anregungen und Bedenken als Nachbargemeinde
Die bauliche Entwicklung der Stadt Freiburg wird
gegenwärtig in der Flächennutzungsplanung mit dem Zieljahr 2020 ins Verfahren
gebracht. Mit Schreiben vom 26.01.2005 sind die Nachbargemeinden im Rahmen der
frühzeitigen Beteiligung hierüber informiert worden mit der Auforderung, bis
zum 24.03.2005 eine Stellungnahme abzugeben, soweit die nachbarlichen
Interessen berührt sind. Anhand der Beratungsunterlage stellte Bürgermeister
Vonarb die Berührungspunkte der Planung mit den Interessen der Stadt Breisach
dar. Die künftige Hauptentwicklung wird sich im Kernbereich der Stadt Freiburg
abspielen, die ursprünglichen Planungen einer vermehrten Entwicklung der
Freiburger Stadtteile mit Ansiedlung von großflächigen Einzelhandelzentren sind
nicht verwirklichbar und wurden aufgegeben. Grundsätzliche Bedenken gegen die
Planung sind nicht geltend zu machen.
Ortsvorsteher Bernhard Kiefer, Oberrimsingen, stellte fest, dass durch die
Herabklassifizierung der B 31 alt eine Verkehrsentlastung nicht gegeben ist.
Das Verkehrsaufkommen steige eher durch Einführung der Maut für LKW. Er bat um
verstärkte Verkehrskontrollen in diesem Bereich und um Prüfung eines
LKW-Fahrverbotes. Bürgermeister Vonarb weist auf den Arbeitskreis des
Landkreises und der Stadt Freiburg für diese Fragen hin. Die Stadt Freiburg ist
dem Anliegen des Landkreises für ein Verkehrsgutachten bisher nicht
nachgekommen, wird aber eine Verkehrszählung vornehmen. Durch die Einführung
der Maut ist in verschiedenen Regionen eine Verkehrsverlagerung eingetreten,
wobei polizeiliche Maßnahmen nicht getroffen werden können.
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Die Frage nach der Ausgleichsflächenausweisung für
das dritte und vierte Gleis der Bahn wurde von Stadträtin Dr. Petra
Breitenfeldt angesprochen. Bürgermeister Vonarb informierte, dass die
angebotenen Flächen derzeit nicht gefragt sind und die Bahn die notwendigen
Ausgleichsmaßnahmen im unmittelbaren Trassenbereich vornimmt.
Beschluss:
(einstimmig 22:0:0)
Der Gemeinderat schließt sich den Hinweisen der
Verwaltung an und erhebt diese insoweit zum Beschluss als Stellungnahme in der
frühzeitigen Bürgerbeteiligung für die Aufstellung des Flächennutzungsplanes 2020
der Stadt Freiburg.
TOP. 3) Widmung der Straßenverbindung zeischen
dem Bahnübergang „Gelbstein“ und der L 114, Ihringer Landstraße
Bürgermeister Vonarb nahm Bezug auf die
Sitzungsvorlage. Die Widmung dieses
Straßenabschnitts dient der ordnungsgemäßen verkehrsrechtlichen Benutzung für
den öffentlichen Verkehr als Ortstraße nach dem Bestimmungen des Straßenrechts.
Beschluss:
(einstimmig 22:0:0)
Der Gemeinderat beschließt auf der Grundlage von § 5
StrG die Widmung des Verbindungsstraße zwischen Bahnübergang „Gelbstein“ und
der L 114 für den öffentlichen Verkehr zur Ortsstraße.
TOP.
4) Behördenzentrum in
Breisach am Rhein – Vergabe der Abbruch und Rohbauarbeiten
Das Submissionsergebnis ergab für die Abbruch- und Rohbauarbeiten für
das neue Behördenzentrum in Breisach am Rhein als preisgünstigstes Angebot das
der Anbieterfirma Schillinger aus Ihringen mit 160.828,88 €. Das Angebot liegt
im Rahmen des Kostenvoranschlages und der hierfür vorgesehenen Haushaltsmittel.
Beschluss (einstimmig 22:0:0)
Der Gemeinderat erteilt der preisgünstigsten Anbieterfirma Schillinger aus Ihringen
den Auftrag für die Abbruch- und Rohbauarbeiten für das neue Behördenzentrum in
Breisach am Rhein zum Angebotspreis von 160.838,88 €.
- 4 -
TOP. 5) Arbeitsvergabe Neubau
Feuerwehrgerätehaus; Außenanlage
Die Ausschreibung ergab 14 Anbieter. Preisgünstigste Anbieterfirma ist mit
283.988,97 € die Firma Pontiggia aus Waldkirch. Das Angebot liegt damit unter
dem Kostenvoranschlag mit 350.000,-- €.
Beschluss (einstimmig 22:0:0)
Der Gemeinderat vergibt die Arbeiten zur Herstellung der Außenanlage des neuen
Feuerwehrgerätehauses an die preisgünstigste Anbieterfirma Christian Pontiggia
aus Waldkirch zum Angebotspreis von 283.988,97 €.
TOP
6) Verschiedenes
-
Stadtrat Gerd Müller (ULB) gab sich enttäuscht
über die bisherige Reaktion, insbesondere beim Kreistag, auf die Aktivitäten der Stadt Breisach
hinsichtlich der Gefährdung durch das Kernkraftwerk Fessenheim. Bürgermeister
Vonarb verwies auf sehr kontroverse Diskussionen. Insbesondere ist die
Zielrichtung derzeit nicht geklärt, ob eine Abschaltung sofort erfolgen sollte
und danach die Sicherheit zu prüfen ist oder eine Abschaltung erst nach Prüfung
und Feststellung von Sicherheitsmängel erfolgen soll. Die Verwaltung hat die
Bundesregierung um Kontaktierung der französischen Seite gebeten, leider bisher
ohne Ergebnis durch das Umweltministerium. Das Thema wird im Gemeinderat wieder
behandelt.
-
Stadtrat Lothar Menges bat darum, dass vor
Beginn von Kanalarbeiten in Niederrimsingen der Abwasserzweckverband die
Anwohner künftig informiert.
-
Auf Nachfrage von Stadtrat Lothar Menges
informierte Baudezernent Horst Wolf über den Sachstand für einen Gehweg
zwischen Schwalbenweg und Tunibergstraße in Niederrimsingen. Danach ist die
Planung für diesen Gehweg noch nicht begonnen, da die entsprechenden Haushaltsmittel
hierfür nicht vorhanden sind.
Schluss der Sitzung: 19.15 Uhr
Zur Beurkundung
Gemeinderäte: Der
Bürgermeister:
Der
Protokollführer: