- 2 –
Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Bürgermeister
Vonarb, dass der Tagesordnungspunkt 3) Bebauungsplan „Fachmärkte zum
Kaiserstuhl“ auf Antrag der CDU-Fraktion vertagt wird. Es gebe noch
Diskussionsbedarf. Das Thema werde der Bauausschuss in der nächsten
nichtöffentlichen Sitzung vorberaten.
TOP.
1) Frageviertelstunde für
Einwohner
Auf Anfrage von Ortschaftsrat
Peter Wolf berichten Bürgermeister
Vonarb und Ortsvorsteher Ziegler über den Sachstand zum geplanten Radweg
zwischen Gündlingen und Ihringen. Durch die Verwaltungsreform wurde das
Straßenbauamt aufgelöst und in das Landratsamt integriert. Deshalb wurde die
neue Abteilung bislang noch nicht tätig. Er werde jedoch darauf drängen, dass
der Radweg zügig angegangen werde.
Frau Vendrik übergibt
Bürgermeister Vonarb eine Sammelunterschriftenliste gegen die Aufstellung der
Altglascontainer sowohl im Hohweg als auch im Spielweg in Gündlingen.
TOP.
2) Bekanntgabe der Beschlüsse
der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung vom 15.02.2005
Gemäß
§ 35 Abs. 1 GemO wird bekanntgegeben, dass der Gemeinderat in seiner nichtöffentlichen
Sitzung vom 15.02.2005
- dem Erwerb des Grundstücks Flurstück
Nr. 2750, ehemalige Geländefläche im Annexe Vauban, mit 10.958 m² vom Bund zugestimmt
hat.
TOP.
3) Bebauungsplan „2.
Erweiterung Gewerbegebiet Mittelmatten“ in Breisach-Oberrimsingen
-
Aufstellungsbeschluss
Im
Flächennutzungsplan (FNP) der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Breisach, Ihringen,
Merdingen ist unter Ziffer B.30 die Erweiterung des Gewerbegebietes
Mittelmatten im Stadtteil Oberrimsingen als Fortschreibungsfläche einer Größe
von ca. 3,7 ha in die künftige Planung aufgenommen. Für den FNP steht in Kürze
das Offenlageverfahren an, sodass mit diesem Bebauungsplanverfahren parallel zu
der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes eine schnellstmögliche bauliche
Realisierungsmöglichkeit in Angriff genommen werden soll.
In einem ersten
Planungsabschnitt der künftigen Entwicklungsfläche soll eine direkt über
vorhandene Erschließungsanlagen nutzbare Teilfläche mit einer Größe von ca.
einem Hektar als gewerbliche Baufläche ausgewiesen werden. Damit soll dem
dringenden Ansiedlungsbedürfnis eines ortsansässigen Unternehmens Rechnung
getragen werden. Die Erschließung weiterer Flächen innerhalb der von der
Fortschreibung des Flächennutzungsplanes erfassten Entwicklungsfläche bleibt
davon zunächst unberührt.
Nach Vorlage des
Aufstellungsbeschlusses sollen die erforderlichen Rahmenbedingungen für die
verfahrensrechtliche Bearbeitung des Bebauungsplanes geklärt und die notwendigen
Abstimmungen mit den zuständigen Fachbehörden in Angriff genommen werden.
- 3 -
Ortsvorsteher
Kiefer führt aus, dass der Ortschaftsrat der Erweiterung zugestimmt hat.
Stadtrat Willi Ingenhoven
erklärt, dass der Ortschaftsrat im November 2000 schon einmal über das Thema
diskutiert habe. Er hätte sich ein Konzept gewünscht, das auch die Erschließung
eines großflächigen Industriegebiets umfasst. Bürgermeister Vonarb führt aus,
dass großflächige Gewerbegebiete nicht ausgewiesen werden. Es werde immer nach
Bedarf gehandelt. In Breisach seien Gewerbeflächen in ausreichendem Maß
vorhanden. Außerdem sei der Oberrimsinger Interessent schon jetzt in dem Gebiet
ansässig.
Unter
Berücksichtigung der Befangenheitsvorschriften ergeht folgender
Beschluss
(einstimmig 26:0:0)
Der Gemeinderat
beschließt die Aufstellung für das Bebauungsplanverfahren „2. Erweiterung
Gewerbegebiet Mittelmatten“ für den Bereich der Grundstücke Flst.-Nr. 1665,
1670 und Teilfläche 1671 (ehemaliger Bachlauf) und beauftragt die Verwaltung
mit der Durchführung der weiteren Planung einschließlich Anhörung der Träger
öffentlicher Belange.
TOP. 4) Städt.
Wasserwerk Breisach
-
Neufestsetzung der Verbrauchsgebühren
Das
Städtische Wasserwerk wird das Jahr 2004 voraussichtlich mit einem ausgeglichenen
Ergebnis abschließen. Genaue Angaben können noch nicht gemacht werden, da die
Jahresverbrauchsablesung noch aussteht.
Der
neue Betriebsbehälter mit einem Investitionsvolumen von rd. 1,7 Mio € ist
zwischenzeitlich in Betrieb. Bedingt durch diese Investitionen steigen neben
dem Zinsaufwand insbesondere die Abschreibungen. Eine Gebührenanpassung ist
daher zwingend notwendig.
Nach
der beigefügten Kalkulation ist eine Neufestsetzung der Wassergebühr zum
01.04.2005 von 1,40 € auf 1,50 € je m³ erforderlich. Die Verbrauchsgebühr wurde
letztmals zum 01.04.2002 neu festgesetzt.
Beschluss
(einstimmig 26:0:0)
Der
Gemeinderat beschließt die Neufestsetzung der Wassergebühren zum 1.04.2005
durch den Erlass der der Sitzungsniederschrift als Anlage beigefügte 1.
Änderungssatzung zur Satzung über den Anschluss an die öffentliche
Wasserversorgungsanlage und die Versorgung der Grundstücke mit Wasser (Wasserversorgungssatzung
– WVS) vom 09.03.2004, wobei die von der Verwaltung zur Berechnung der Gebühren
vorgelegte Kalkulation zur Kenntnis genommen und der Beschlussfassung
zugrundegelegt wird.
- 4 –
TOP. 5) Änderung
der Benutzungsordnung für das Betreuungsangebot im Rahmen der „Verlässlichen
Grundschule“ der Stadt Breisach am Rhein
Beigeordneter
Rein führt aus, dass für die Benutzung der verlässlichen Grundschule derzeit
Elternbeiträge in Höhe von 35,00 Euro je Monat (11-Monate) erhoben werden. Die
Inanspruchnahme der verlässlichen Grundschule steigt seit 2003 stetig an. So
ergab die Abrechung
2003
831 Betreuungsmonate
2004
915 Betreuungsmonate
2005 1.042 Betreuungsmonate
(voraussichtlich).
Die Finanzierung
der verlässlichen Grundschule gestaltete sich in den beiden vergangenen Jahren
wie folgt:
|
|
|
2003
|
2004
|
Einnahmen
|
Gebühren
|
29.085
|
32.025
|
|
|
Zuweisungen Land
|
33.025
|
31.831
|
|
|
Gesamt
|
62.290
|
63.856
|
|
|
|
|
|
Ausgaben
|
Personal
|
85.276
|
88.270
|
|
|
Inventar
|
483
|
150
|
|
|
Lehrmittel
|
758
|
842
|
|
|
Lernmittel
|
702
|
932
|
|
|
Gesamt
|
87.219
|
90.194
|
|
|
|
|
|
Zuschuss Stadt
|
|
24.929
|
26.338
|
|
|
|
|
|
Die
von der Stadt Breisach zu tragende Deckungslücke steigt ständig an. Eine
maßvolle Erhöhung der Gebühr auf 42,00 Euro je Monat würde zusätzliche
Einnahmen von 7.000,-- Euro erbringen und somit zumindestens die Deckungslücke
konstant halten. Die Gebührenerhöhung soll erst zum neuen Schuljahr 2005/2006
in Kraft treten.
Für
die SPD-Fraktion führt Stadtrat Frank Kreutner aus, dass auf der Internet-Seite
der Stadt die Elternbeiträge für 10 Monaten aufgeführt seien. Die SPD-Fraktion
könne diesem Beschlussvorschlag nicht zustimmen. Sie vertritt die Meinung, dass
die Sozialstaffelung in der Gebührenordnung fehlt. Sie stellt den Antrag, auf
die Pauschalerhöhung zu verzichten und eine neues Modell zu erarbeiten.
Bürgermeister
Vonarb nimmt diesen Vorschlag auf und empfiehlt eine Vertagung. Die Verwaltung
werde ein neues Rechnungsmodell erarbeiten und dem Verwaltungs- und Sozialausschuss
zur Vorberatung unterbreiten.
Der
Gemeinderat nimmt dies zustimmend zur Kenntnis.
- 5 –
TOP. 6) Lyrik
am Weg / touristische Aufwertung des Eckartsberges
Der Eckartsberg
ist ein touristischer Anziehungspunkt in Breisach. Um den Eckartsberg
touristisch und insbesondere auch für Bürgerinnen und Bürger weiter
aufzuwerten, ist geplant, einen Pfad „Lyrik am Weg“ um den Eckartsberg herum
und über den Eckartsberg zu führen. Der Rundweg soll in der Marienau beginnen,
um den Eckartsberg herum, sodann über den Artur-Uhl-Weg auf den Eckartsberg
führen, den Eckartsberg erkunden und dann über die kleine Treppe wieder zurück
zum Ausgangspunkt führen (Routenführung als Anlage anbei).
Geplant ist nun,
auf diesem Rundweg insgesamt 22 Schilder mit Zitaten mit Bezug auf Wasser und
Rhein, Wein, Europa und zu Breisach selbst anzubringen. Die Schilder werden
einerseits an Mauern, andererseits an Steinen angebracht. Die Steine, die an verschiedenen
Standorten aufgestellt werden sollen, sind Steine der alten Eisenbahnbrücke,
die in Breisach bis 1945 stand. Der Weg soll zu einem meditativen Spaziergang
einladen. (Anlage lyrische Textauswahl).
Kosten
22 Tafeln,
Aludibond, 3 mm, A 4 bzw. A 3, Kosten
ca. 1.500,00 Euro.
Der Bauhof der
Stadt Breisach würde die Steine und die Schilder anbringen.
Stadtrat Dr.
Rüdiger Groh bittet um Ergänzung des Todesjahr „1998“ des Ernst Jünger unter
Nr. 18.
Für das Thema
„Frühling“ wurde von Stadträtin Imogen Wiedensohler ein Änderungsvorschlag
eingebracht, der von Bürgermeister Vonarb angenommen wird.
Beschluss
(einstimmig 26:0:0)
Der Gemeinderat
beauftragt die Verwaltung, den Lyrikweg einzurichten.
TOP. 7) Arbeitsvergabe
- Kanalumbau von Misch- in Trennsystem
in der Leo-Wohleb-Straße / Grüntorstraße und Leopoldschanze und Erschließung des
ehemaligen Annexe-Gelände
Leo-Wohleb-Straße/
Grüntorstraße:
Derzeit wird die
Entwässerung im Mischsystem betrieben. Durch die dichtere Bebauung und der
immer stärker auftretenden Regenfälle gab es in den letzten Jahren immer Probleme
mit der Oberflächenentwässerung. Die Umstellung auf das Trennsystem wird auch
die unnötige Belastung durch Regenwasser (Fremdwasser) im Klärwerk beseitigt.
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Leopoldschanze:
In der
Leopoldschanze im Bereich Kupfertorplatz bis Anwesen Schmid bestehen für 4
Anwesen zwei Mischwasserkanäle. Um diesen Missstand zu beheben soll eine Schmutzwasser-
und Regenwasserleitung auf eine Länge von 70 m bzw. 100 m verlegt werden. Die
alten Spitzmuffen-Betonrohre werden ausgebaut. Die Anschlüsse sind im Bereich
der Kupfertorstraße bereits in die Leopoldschanze verlegt. Die
Sanierungsarbeiten für die Fahrbahn und Gehwege außerhalb des Bereichs des
Kanalumbaues erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
Erschließung
ehem. Annexe-Gelände
Auf dem
ehemaligen Kfz-Militärgelände wurde in den letzten Wochen die Versiegelung
durch Hallenböden und Verkehrsflächen beseitigt. Das Gelände ist somit
bebaubar. Die Planung (Vorstellung im Bauausschuss 08.03.2005) sieht eine
Bebauung mit einem Pflegeheim und zweigeschossigen Wohnhäusern mit ca. 9 Wohneinheiten
vor. Die Erschließung erfolgt durch eine Verbindung als Wohnhaus in
Verlängerung der Rempartstraße zur Hohenzollernstraße mit einer Anbindung an
die Kupfertorstraße. Durch diese Verbindung entsteht für die Radfahrer aus den
nördlichen Stadtbereichen ein durchgehender Weg abseits der Hauptverkehrsstraße
bis ins Stadtzentrum. Mit einem Geh- und Radweg wird eine Verbindung von der
Hohenzollernstraße zum deutsch-französischen Kindergarten St. Josef
hergestellt. Die Friedhofsallee wird bis zu 1 m verbreitert. Bei
Vermessungsarbeiten stellte es sich heraus, dass der Zaun in Teilbereichen auf
dem Straßengrundstück steht.
Die Arbeiten
wurden insgesamt ausgeschrieben und als ein Auftrag vergeben.
Die Bauzeiten
wurden wie folgt terminiert:
Leo-Wohleb-Straße:
Baubeginn 18.07.2005 Bauende 10.09.2005
Leopoldschanze: Baubeginn frei wählbar Bauende 30.09.2005
Annexe: Baubeginn 12.09.2005 Bauende Dezember 2005-03-07
Für die
Baumaßnahme Leo-Wohleb-Straße und Leopoldschanze sind im Haushaltsplan
300.000,- € eingeplant. Die Finanzierung der Erschließung des ehem.
Annexe-Geländes muss durch einen Nachtragshaushalt gesichert werden. Hier
erfolgen Einnahmen durch Anlieger- und Erschließungskosten in Höhe von ca.
424.000,- €.
Die Submission
ergab folgende geprüfte Angebotssummen:
1.) Firma Amann GmbH, 79361 Sasbach 481.412,20 €
2.) Gebr. Pontiggia GmbH
Co. KG, Elzach 521.854,62
€
3.) Johann
Joos GmbH Co. KG, Hartheim 540.026,70 €
4.) Strabag AG, Freiburg 578.342,27 €
5.) Knobel-Bau GmbH, Hartheim 584.235,99 €
6.) Christian
Pontiggia GmbH 586.081,34
€
7.) Willi
Kult, Oberried 594.926,03 €
8.) Karl Wehrle GmbH, Simonswald 619.792,21
€
9.) Kirchhoff & Schleith GmbH & Co. KG, Steißlingen 638.344,10 €
10.) Vogel-Bau GmbH, Lahr 657.961,18
€
- 7 -
Beschluss
(einstimmig 26:0:0)
Der Gemeinderat
vergibt die Arbeiten zum Kanalumbau in der Leo-Wohleb-Straße, Grüntorstraße und
Leopoldschanze und die Erschließungsarbeiten im ehem. Annexe-Gelände an die
preisgünstigste Arbeiterfirma Amann GmbH, Sasbach zum Angebotspreis von
481.412,20 €.
Schluss der Sitzung: 19.20 Uhr
Zur Beurkundung
Gemeinderäte: Der Bürgermeister:
Die
Protokollführerin:
E. Dizien-Richarz