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14.3.2009

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Protokoll Nr. 05

 

          über die öffentliche Sitzung des Gemeinderats

                  am 15.05.2007 in der Tuniberghalle

     in Breisach-Oberrimsingen

                

Teilnehmer:

 

als Vorsitzender                        Bürgermeister Oliver Rein

 

die Stadträte:                        Baldus Stephanie

                        Bercher Peter

                        Binz Andreas

                        Dr. Breitenfeldt Petra

                        Czemerys Günter

                        Fischer Andreas

                        Fleig Andreas (ab TOP. 3)

                        Gnädinger Rudolf

                        Dr. Groh Rüdiger

                        Hintereck Wendelin

                        Ingenhoven Willi

                        Jäger Gerold

                        Köbele Ruth

Kreutner Frank

Leber Jörg

                        Mack Monika

                        Maier-Hänle Ulrike

                        Menges Lothar

Müller Gerd

Schäfer Thomas

Schneider Werner

Siebenhaar Roman

Siegel Anton

Singler Andreas

Wiedensohler Imogen

 

Entschuldigt:                        Zimmermann Reiner

 

 

Ortsvorsteher:                        Kiefer Bernhard, Oberrimsingen

                        Ziegler Walther, Gündlingen

 

Von der Verwaltung:                        Stadtkämmerer Konrad Schanno

                        Stadtbauoberrat Horst Wolf

                        Oberamtsrat Harald Bitzenhofer

                        Dipl.-Ing. Stefan Baum und

                              Protokollführerin Evelyne Dizien-Richarz

 

                            

Beginn der Sitzung:  18.30 Uhr 


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TOP. 1)     Frageviertelstunde für Einwohner

 

                   Mehrere Anlieger des Christophorus-Jugendwerkes in Oberrimsingen beklagen sich über die Verkehrssituation, den Lärm und die Beschädigungen, die die Jugendlichen verursachen. Bürgermeister nimmt die Beschwerden auf und wird zusammen mit dem Ortsvorsteher den Leiter des Jugendwerkes, Herrn Scheiwe auf diese Probleme ansprechen.

 

TOP. 2)      Bekanntgabe der Beschlüsse der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung vom 17.04.2007

 

                  Gemäß § 35 Abs. 1 GemO wird bekanntgegeben, dass der Gemeinderat in seiner nichtöffentlichen Sitzung vom 17.04.2007

                 

                  - dem Verkauf des Grundstücks FlurSt.-Nr. 2747/4 mit einer Teilfläche von ca. 1.000 m²  zugestimmt hat.

 

TOP. 3) badenova, das kommunale Stadtwerk der Region

-     mündlicher Vortrag

 

                  Bürgermeister Rein begrüßt die Mitglieder des badenova-Vorstands, Herrn Matthias Nikolay und Harald Seidelmann sowie den Leiter der Abteilung kommunale Beziehungen, Herrn Wolfgang Schutzbach.

 

                  Herr Nikolay stellt das Unternehmen vor. Er verweist auf das Leitbild, mit dem sich das Unternehmen auch der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung verpflichtet habe. Dieser Zielsetzung komme man durch zahlreiche Förderprogramme im ökologischen und regenerativen Bereich nach. Er berichtet über den Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz, in den drei Prozent des Unternehmensgewinns abgeführt werden. Seit 2001 seien so 11 Mio Euro zusammengekommen, auch die Stadt Breisach habe beim Bau des deutsch/französischen Kindergartens schon davon profitiert.

 

                  Er führt aus, dass auch Überlegungen zu einem Geothermieprojekt in Breisach anstehen. Die Machbarkeitsstudie, in der in den Jahren 2004 bis 2006 das Oberrheingebiet untersucht wurde, habe ergeben, dass auch Breisach ein interessanter Standort sein könnte. In den nächsten 2 Jahren werde eine technische Konzeption erarbeitet und danach entschieden. Die Kosten für ein Erdwärmeprojekt liegen bei 30 bis 60 Mio Euro.

 

                  Herr Seidelmann präsentiert den Absatz der badenova im Bereich Erdgas, Strom, Wärme und Wasser. 2006 hat badenova 45 Mio Euro investiert, 1,5 Mio davon in Breisach. Das Unternehmen hat einen Gewinn von 60,5 Mio Euro erzielt, an die Stadt Breisach wurden 1,28 Mio Euro ausgeschüttet.

 

                  H. Schutzbach erklärt, dass das Einkaufvolumen im Bereich Breisach sich auf 3 Mio Euro belaufen hat, die Wertschöpfung durch Badenova in der Region auf 200 Mio Euro. 35 % des Erdgases bezieht die badenova aus Russland, 37 % aus Norwegen, 19 aus den Niederlanden und 15 aus Deutschland. Zwischen 2004 und 2006 sei der Gaspreis um 20 % gestiegen. Die Abgaben und Steuern schlagen bei den Energiepreisen kräftig zu Buche.

 

                  Auf Nachfrage von Stadtrat Peter Bercher (CDU) berichtet Herr Nikolay, dass badenova eine Studie zu Biogasanlagen in Auftrag gegeben habe. Chancen hätten aber nur größere Anlagen, die wiederum voraussetzen, dass nachwachsende Rohstoffe auf größeren


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                  Flächen angebaut werden. Die Chancen in Südbaden seien hierfür eher gering. Man werde sich aber auch im grenznahen Ausland umsehen.

 

                  Stadtrat Gerd Müller (ULB) erkundigt sich, ob die badenova einen Maßnahmenkatalog mit Erfolgskontrolle erstellt habe, um das von der Bundesregierung festgelegte Ziel einer CO2-Reduzierung von 40% bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Herr Nikolay verneinte dies, einen „masterplan“ dafür gebe es nicht. Er verweist auf ein Projekt der Energiegewinnung mit Hilfe von Biostoffen. Stadtrat Gerd Müller warnt vor diesen und ähnlichen Vorhaben in Europa und andernorts, da sie in direkter Konkurrenz zur Produktion von Nahrungsmitteln stünden, die jetzt und in Zukunft nötig seien, um die prognostizierten 9 Milliarden Menschen zu ernähren. Dieser Weg sei ein unverantwortbarer Irrweg.

 

                  Der Gemeinderat nimmt die Erläuterungen zur Kenntnis.

 

TOP. 4)                  Annahme von Spenden

 

                  Aufgrund von Änderungen im Spendenrecht und den Bestimmungen der Hauptsatzung ist über die Annahme von Spenden ein Beschluss zu fassen.

                 

                  Über folgende Spenden muss ein Beschluss gefasst werden:

 

                  Hermann Peter KG, Niederrimsingen, Spende Lichterglanz      500,00 €

                  Die Firma ist in Breisach steuerpflichtig und trat auch schon einige

                  Male als Lieferant auf.

 

                  Volksbank Breisgau-Süd eG, Breisach, Spende Lichterglanz      1.000,00 €

                  Die Volksbank ist auch in Breisach steuerpflichtig und ist

                  Geschäftspartner der Stadt Breisach.

 

                  Über folgende Sachspenden muss ebenfalls noch ein Beschluss gefasst werden:

 

                  Herr Fritz Peter Maercker,  Ihringen,  2 große, aufwändig  gerahmte Photos (u.a. von 1922),

                  1 Münzbehälter, handgefertigt( nach 1945) und 1 handgearbeitete Holzschachtel (evtl. um 1850) für das Stadtmuseum im Wert von                  150,00 €

                  Herr Maercker hat keinerlei Geschäftsbeziehungen zur Stadt Breisach.

 

                  Beschluss (einstimmig 26:0:0)

 

                  Die genannten Geld- und Sachspenden werden angenommen.

 

TOP. 5)      Änderung der Satzung über die Erhebung von Benutzungsgebühren für die städtischen Kindergärten

 

                  Die Vertreter der Erzdiözese Freiburg, der Diözese Rottenburg/Stuttgart, der Evangelische Landeskirche in Baden, der Evangelische Landkirche in Württemberg, des Diakonischen Werks der Evangelische Landeskirche in Baden, des Evangelischen Landesverbandes für Kindergartentagesstätten in Württemberg, des Caritasverbands für die Erzdiözese Freiburg, des Landesverbands   Kath. Kindertagesstätten in der Diözese Rottenburg/Stuttgart, sowie des Gemeindetags Baden-Württemberg und des Städtetages Baden-Württemberg sind übereingekommen, neue Empfehlungen zur Höhe der Elternbeiträge auszusprechen.


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                  Die Kirchen und die kommunalen Landesverbände empfehlen den kirchlichen und kommunalen Kindergartenträgern, die Elternbeiträge für die Kindergartenjahre 2005/2006 und 2006/2007 bei einer Erhebung von 11 Monatsentgelten pro Jahr wie folgt festzusetzen:

 

 

bisherige Gebühr

Jahr 2007/2008

Jahr 2008/2009

Regelkindergarten

 

 

 

1. Kind

75,00 €

77,00 €

79,00 €

2. Kind

40,00 €

41,00 €

42,00 €

 

                  Die Elternbeiträge decken derzeit lediglich 17,8% der Kosten für die Kinderbetreuung. In Anlehnung an die Empfehlung der kommunalen Spitzenverbände ist eine Kostendeckung von 20% anzustreben. Dies entspricht auch der Beschlusslage des Gemeinderats der Stadt Breisach.

 

                  Die vorgeschlagene Anpassung an die Empfehlungen der Landesverbände ist nicht bindend. Es wird jedoch empfohlen, eine einheitliche Festsetzung der Gebühren im Stadtgebiet anzustreben. Daher wurde dieser Beschlussvorschlag mit der Katholischen Kirche St. Stephan und mit der Evangelischen Kirche Breisach abgestimmt.

 

                  Neu in die Satzung wurde die Zweitkindregelung für die Ganztagsbetreuung aufgenommen.

                  Diese Regelung dient der deklaratorischen Klarstellung.

 

                  Ebenso neu ist die Regelung, wonach für Kinder unter zwei Jahren und 9 Monaten ein Aufschlag in Höhe von 25%, aufgerundet auf den vollen Eurobetrag vorgeschlagen wird. Diese Regelung entspricht den Empfehlungen der Spitzenverbände.

 

                  Für die CDU-Fraktion erklärt Stadträtin Ruth Köbele ihre Zustimmung.

 

                  Stadtrat Frank Kreutner (SPD) kann für seine Fraktion dem Beschluss nicht zustimmen. Eine Staffelung nach dem Brutto Einkommen der Eltern muss der Grundsatz sein. Die Zahl der Familienmitglieder spielt eine große Rolle. Die Sozialstaffelung muss in die Satzung mit aufgenommen werden.

 

                  Bürgermeister Rein werde sich erkundigen, ob dies möglich ist und wird in der nächsten Sitzung des Verwaltungs- und Sozialausschusses berichten.

 

                  Stadtrat Gerd Müller (ULB) plädiert für eine Kindergartenpflicht.

 

                  Beschluss (22 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen)

 

                  Der Gemeinderat beschließt die Änderung der Satzung über die Erhebung von Benutzungsgebühren für die städtischen Kindergärten (Benutzungsgebührenordnung) entsprechend der der Sitzungsniederschrift als Anlage beigefügten 7. Änderungsatzung.

 

                              

Schluss der Sitzung:  19.50 Uhr


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        Zur Beurkundung

 

 

          Gemeinderäte:              Der Bürgermeister:

 

 

 

 

 

Die Protokollführerin:

 

 

 

 

E. Dizien-Richarz

 

 

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