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14.3.2009

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Protokoll Nr. 06

 

über die öffentliche Sitzung des Gemeinderats

                   am 17.06.2008 im Gemeindesaal

in Breisach-Niederrimsingen

                

Teilnehmer:

 

als Vorsitzender                        Bürgermeister Oliver Rein

 

die Stadträte:                        Bercher Peter

                        Binz Andreas

                        Dr. Breitenfeldt Petra

                        Czemerys Günter

                        Fischer Andreas

                        Fleig Andreas

                        Dr. Groh Rüdiger

                        Hintereck Wendelin

                        Jäger Gerold  

                        Köbele Ruth

Kreutner Frank

Kuhn Barbara

Leber Jörg        

Mack Monika

                        Maier-Hänle Ulrike

                        Menges Lothar

Müller Gerd

Schäfer Thomas

Schneider Werner

Siebenhaar Roman

Siegel Anton

Singler Andreas

Wiedensohler Imogen

Zimmermann Reiner

 

Entschuldigt:                        Gnädinger Rudolf

                        Ingenhoven Willi

 

                       

 

Ortsvorsteher:                        Kiefer Bernhard, Oberrimsingen

                        Ziegler Walther, Gündlingen

 

Von der Verwaltung:                        Stadtkämmerer Konrad Schanno

                        Stadtbauoberrat Horst Wolf

                        Dipl.-Ing. (FH) Siegmar Geisert

                        Oberamtsrat Harald Bitzenhofer

                        Dipl.-Ing. Stefan Baum und

                              Protokollführerin Evelyne Dizien-Richarz

 

                             

Beginn der Sitzung:  18.30 Uhr 


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TOP. 1)     Frageviertelstunde für Einwohner

 

                   Frau Dufner, Marktbeschickerin bezieht sich auf die Verlegung des Wochenmarktes am 5.07.2007 vom Marktplatz auf den Neutorplatz bedingt durch eine Veranstaltung des Lions Clubs. Sie befürchtet einen Umsatzverlust. Bürgermeister Rein erklärt, dass der Grund der Verlegung eine Veranstaltung des Lions Clubs sei, deren Erlös einem karitativen Verein zukommen werde. Deshalb unterstütze die Stadt auch diese Aktion. Die Verlegung sei mit der Sprecherin des Wochenmarktes, Fr. Diodone, abgesprochen. Er bittet um Verständnis.

 

                   Ein Anwohner der Fischerhalde, Herr Braun, beklagt sich über die immer mehr zunehmenden Lärmbelästigung für die Anwohner der Fischerhalde verursacht durch viele Veranstaltungen auf dem Weinfestgelände und anliegenden Parkflächen. Bürgermeister Rein betont, dass es sich ca. um 8 Veranstaltungen im Jahr handelt. Die Stadt Breisach am Rhein als Mittelzentrum lebt von Veranstaltungen. Die Stadtverwaltung werde die Lautstärke und die Einhaltung der Sperrzeiten prüfen.

                  

TOP. 2)      Bekanntgabe der Beschlüsse der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung vom 27.05.2008

 

                  Gemäß § 35 Abs. 1 GemO wird bekanntgegeben, dass der Gemein­derat in sei­ner nicht­öffentli­chen Sitzung vom 27.05.2008

 

                  - der künftigen Zusammenarbeit der Breisach-Touristik mit dem Badischen Winzerkeller und der Konzeption einer Vinothek und

 

                  - der Ernennung von Herrn Stefan Baum ab 01.11.2008 zum Leiter des Dezernats III, Bauverwaltung zugestimmt hat.

 

TOP. 3)     Gesund aufwachsen in Breisach am Rhein

 

                  Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg initiiert derzeit über eine Arbeitsgruppe Prävention und Gesundheitsförderung des Gesundheitsforum Baden-Württemberg. Das Pilotprojekt „Gesund aufwachsen in Baden-Württemberg“. An diesem Pilotprojekt sollen 4 bis 5 Gemeinden unterschiedlicher Größenordnung teilnehmen. Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Gesundheitsbehörde, hat die Stadt Breisach gebeten, auf Grund der vorgegebenen Struktur an diesem Projekt teilzunehmen.

 

                  Hintergrund dieses Projekts ist der Trend zu ständiger Zunahme von Übergewicht und Adipositas. Dieser Trend entspricht einem weltweiten Trend. In Spanien und Großbritannien sind inzwischen 1/3 der Kinder von der Übergewichtsepidemie betroffen. Bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist die Prävalenz für Übergewicht in den letzten 20 Jahren um 50 % gestiegen, während sich die Häufigkeit von Adipositas sogar verdoppelt hat. Laut der aktuellen Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland sind etwa 15 % der Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Bei Adipositas liegt in dieser Altersgruppe der Anteil bei gut 6 %.

 

                  Die Ursachen für diese Entwicklung sind multifaktorell und bestehen u.a. in sich verändernden Lebensbedingungen, in individuellen Verhaltensweisen sowie einer genetischen Veranlagung. Lebensbedingungen wie ein reichhaltiges Angebot an hochkalorischen Nahrungsmitteln und einer bewegungsarmen Umgebung stehen dabei im engen Zusammenhang mit Verhaltensweisen wie der übermäßigen Zufuhr von kalorienreicher Nahrung und mangelnder körperlicher Aktivität. Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Be-


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                  völkerungsschichten sind in besonderem Maße hiervon betroffen. Folge hiervon sind oft Erkrankungen wie Bluthochdruck, orthopädische und psychosoziale Erkrankungen, Diabetes mellitus, Typ II.

 

                  Das Landesgesundheitsamt möchte in den Pilotkommunen Netzwerktreffen, Koordinationen in Form von Bestands- und Bedarfsanalysen und evtl. Veranstaltungen zu diesem Thema durchführen. Die Pilotkommunen werden unterstützt durch die Gesundheitsämter bei den Stadt- und Landkreisen sowie finanziell durch die Robert-Bosch-Stiftung in Form eines einmaligen Zuschusses in Höhe von 4.000 €.

 

                  Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Freiburg wird zwingend empfohlen, Institutionen wie Schulen, Schulsozialarbeit, Kindergärten sowie die Ärzteschaft u.v.a. in dieses Thema mit einzubeziehen und ein entsprechendes Diskussionsforum zu bieten. Zur Vorbereitung dieses Diskussionsforums wird seitens der Verwaltung vorgeschlagen, einen Arbeitskreis aus der Mitte des Gemeinderats zu bilden.

 

                  Stadträtin Monika Mack begrüßt und stimmt für die CDU-Fraktion dem Projekt zu. Die CDU schlägt Stadträtin Ruth Köbele als Mitglied im Arbeitskreis vor.

 

                  Stadtrat Lothar Menges (SPD) stimmt ebenfalls zu. Er bemängelt, dass die Tatsache, dass zu wenig Schulsport angeboten wird, auch eine Ursache für übergewichtige Kinder sei. Die Stadt habe die Sorge zu tragen, dass genügend freie Hallenkapazitäten vorhanden seien. Er schlägt Stadtrat Frank Kreutner und als Stellvertreter Stadträtin Ulrike Maier-Hänle vor.

 

                  Für die FDP/FWB signalisiert ebenfalls Stadtrat Dr. Rüdiger Groh die Zustimmung seiner Fraktion. Er kritisiert, dass das Land bisher noch zu wenig tue, um den Schulsport zu verbessern. Deshalb regt er an, den Zuschuss der Bosch-Stiftung für Übungsleiter zu verwenden, die im Schulsport eingesetzt werden können. Über die Ganztagsschule könne man sicherlich auch mehr Sport einrichten. Er schlägt Stadtrat Andreas Fischer und als Stellvertreter Stadträtin Imogen Wiedensohler vor.

 

                  Stadtrat Gerold Jäger (ULB) stimmt ebenfalls zu. Er schlägt sich selbst für den Arbeitskreis vor. Einen Stellvertreter wird noch benannt.

 

                  Bürgermeister Rein fügt hinzu, dass bereits ein Sportprojekt mit den Breisacher Kindergärten und dem Badischen Turnerbund geplant sei.

 

                  Beschluss (einstimmig 24:0:0)

 

                  1)           Der Gemeinderat der Stadt Breisach am Rhein stimmt der Durchführung „Gesund aufwachsen in Breisach am Rhein“ im Rahmen des Projekts des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg zu.

 

                  2)              Aus der Mitte des Gemeinderates wird folgender Arbeitskreis gebildet:

 

                             1. StR. Ruth Köbele

                             2. StR. Frank Kreutner                      Stv. StR. Ulrike Maier-Hänle

                             3. StR. Andreas Fischer                      Stv. StR. Imogen Wiedensohler

                        4. StR. Gerold Jäger

 

                             Die CDU- und ULB-Fraktion werden Ihre Stellvertreter nachträglich noch bekannt

                             geben.


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TOP. 4) Kleinkindbetreuung in Breisach am Rhein

 

                  Das Tagesbetreuungsausbaugesetz sieht vor, bis zum Jahr 2013 die Zielgröße von 35 % Betreuungsplätze für unter Dreijährige zu erreichen. Der Bund und das Land Baden-Württemberg werden sich finanziell am Ausbau der Kleinkindbetreuung beteiligen. Derzeit befinden sich noch die Fachverbände im Land Baden-Württemberg in Verhandlungen bezüglich der Verteilung. Die Kommunalen Landesverbände haben derzeit in Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg folgendes Ergebnis erzielt:

 

 

                  1)      Investitionskosten

 

                  Das Land hat zugesichert, dass die Mittel des Bundes für den Ausbau der Kleinkindbetreuung in Höhe von 300 Mio. € in den Jahren 2008 - 2013 in vollem Umfang an die Einrichtungsträger weiter geleitet werden. Die Förderbedingungen sind im Einzelnen noch mit den Kommunen abzustimmen. Sichergestellt ist, dass die Anträge auch der freien Träger über die Städte und Gemeinden laufen müssen.

                  Bei Bedarf können die Investitionsfördermittel des Bundes aus dem Ausgleichsstock ergänzt werden. Für die Vergabe der Ausgleichsstockmittel wird in den Jahren 2008 - 2013 ein Anteil für den Ausbau der Kleinkindbetreuungseinrichtungen ausgewiesen. Genaueres ist noch zu verhandeln.

 

 

                  2)      Betriebskosten

 

                  Bei den Betriebskosten gehen das Land und die Kommunalen Landesverbände davon aus, dass ab 2014 Bruttokosten in Höhe von 800 Mio. € pro Jahr anfallen. Nach Absetzung der Elternbeiträge und Trägeranteile in Höhe von 200 Mio. € pro Jahr und der Bundesbeteiligung von 99 Mio. € pro Jahr ergibt sich ein Finanzierungsbedarf von 501 Mio. € pro Jahr. An diesem Betrag beteiligt sich das Land mit insgesamt 165 Mio. € pro Jahr. Dies ergibt eine Beteiligung des Landes in Höhe von 33 %.

 

                  Im Jahr 2008 wird die Förderung des Landes wie bisher fiktiv 10 % der Kosten für die Krippenplätze betragen. Diese Förderung soll stetig ansteigen, so dass bis 2014 eine Förderung von 33 % angestrebt wird.

 

                  Dies bedeutet, dass im Jahr 2008 die bisherige Förderung der Einzelgruppen nach der VwV-Kinderkrippen weiterhin bei 13.400 € je Gruppe liegt.

 

                  Die Stadtverwaltung hat die kommenden Jahrgänge untersucht. Dabei ergibt sich folgendes Bild für die Betreuung der Kinder zwischen 1 – 3 Jahren:

 

Wohnteil

Geburten 09/2005 – 08/2006

Geburten 09/2006 –

08/2007

Betreuungsplätze

Anteil der Versorgung

Breisach

76

70

42

28,8 %

Gündlingen

13

19

12

37,5 %

Niederrimsingen

3

16

12

63,2 %

Oberrimsingen

13

8

12

57,1 %

Gesamt Stadt

105

103

78

37,5 %

 


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                  Die obige Tabelle umfasst lediglich Kinder im Alter von 1 - 3 Jahren. Die Kinder von 0 - 1 Jahr sind derzeit nicht in der Statistik erfasst. Danach ergibt sich für den Bereich Breisach ein zusätzlicher Bedarf an Betreuungsplätzen, um die Forderungen des Tagesbetreuungsausbaugesetzes erfüllen zu können. In den Stadtteilen Nieder- und Oberrimsingen ist mit Eröffnung der Gruppen ab 2 Jahren rein statistisch die Anzahl der Betreuungsplätze gegeben. Eine tatsächliche Betreuung von 0- bis 2-Jährige findet jedoch nicht statt.

 

                  Es besteht daher Handlungsbedarf im Bereich von Breisach im Bezug auf die Anzahl der Plätze und in den Stadtteilen im Bezug auf Kleinkindbetreuung von 0 - 2 Jahren. Zu berücksichtigen dabei ist auch, dass die Krabbelstube derzeit vom Tageselternverein als freier Träger betreut wird und hier eine ungewollte Konkurrenzsituation entstehen könnte.

 

                  Die Stadtverwaltung prüft derzeit, inwieweit auf Grund rückgängiger Betreuungszahlen von 3- bis 6-Jährigen freie Kapazitäten in den Kindergärten St. Michael und Oberlin für die Betreuung von 2- bis 3-Jährigen vorhanden sind, so dass hierdurch eine Entlastung für die Krabbelstube Breisach entstehen könnte.

 

                  Am 17.04.2008 wurden mit den kirchlichen Vertretern Gespräche geführt. Beide Kirchen wären bereit in den Kindergärten St. Michael und Oberlin eine Gruppe für 2- bis 3-Jährige einzurichten. Im Kindergarten St. Michael würden jedoch zur Erfüllung der Anforderungen noch erhebliche Investitionskosten entstehen. Im Kindergarten Oberlin wäre die Unterbringung einer Gruppe problemlos und ohne große zusätzliche Investitionskosten möglich. Die Betreuung der Kinder unter 2 Jahre ist der Krabbelstube vorbehalten, da nur hier die räumlichen und sachlichen Voraussetzungen vorliegen.

 

                  Gleichzeitig soll die Krabbelstube des Tageselternvereines für die Betreuung von 0- bis 3-Jährigen für den gesamten Stadtbereich gestärkt werden. Eine akzeptable Lösung wäre eine Beitragstrennung für die Betreuung von 0- bis 2-Jährigen und 2- bis 3-Jährigen.

                  Die Gebühren für die Kleinkindgruppen der 2- bis 3-Jährigen der Kindergärten belaufen sich auf 120 Euro/monatlich. In der Krabbelgruppe beträgt die monatliche Gebühr 220 Euro für die Betreuung von Kinder zwischen 2 und 3 Jahren.

 

                  Die Krabbelstube betreut derzeit 42 Kinder, wovon 22 Kinder über 2 Jahre und 20 Kinder unter zwei Jahre sind. Darüber hinaus besteht eine Warteliste.

                 

                  Die Betreuung der Kinder unter zwei Jahre bedeutet in der täglichen Ausführung einen erheblichen Mehraufwand, so dass eine Beitragsstaffelung grundsätzlich gerechtfertigt wäre, wie dies bereits in vielen anderen Gemeinde praktiziert wird (z.B. Bad Krozingen, Ihringen).

 

                  Für die Krabbelstube würde die Beitragsenkung durch Einnahmeausfälle in Höhe von 20.000,-- Euro existenzbedrohend sein. Zur Erfüllung der künftigen Verpflichtungen der Stadt Breisach in Sachen Kleinkindbetreuung, wird daher vorgeschlagen, die jährliche Bezuschussung der Krabbelstube von bisher 20.000,-- Euro auf 40.000,-- Euro zu erhöhen. Nach den Zusagen der Landesregierung hinsichtlich einer Erhöhung der Landeszuweisung im Rahmen der VwV Krippenförderung (siehe oben), würde sich der Netto-Aufwand für die Stadt mittelfristig wieder senken.




- 6 –

 

                  Zusammenfassung wird als Konzeption für die Kleinkindbetreuung in Breisach folgendes vorgesehen:

 

1.      Einrichtung von Kleinkindgruppen für 2-3Jährige in den Orteilen, wie bereits beschlossen.

2.      Einrichtung einer zusätzlichen Kleinkindgruppe im Kindergarten Oberlin ab 01.09.2008 mit gleichzeitiger Schließung einer Kindergartengruppe.

3.      Prüfung der finanziellen und räumlichen Voraussetzung für eine zusätzliche Kleinkindgruppe im katholischen Kindergarten St. Michael. Die Einrichtung dieser Gruppe sollte erst bedarfsgerecht zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

4.      Erhalt der Krabbelstube für die Betreuung von Kinder unter zwei Jahren in der bisherigen Form.

5.      Erhöhung der Bezuschussung der Krabbelstube auf jährlich 40.000,-- Euro mit der Verpflichtung die Elternbeiträge für Kinder im Alter von 2 bis 3 Jahren den städtischen und kirchlichen Beiträge jeweils anzugleichen.

 

Alle Fraktionen stimmen den Vorschlägen zu.

 

                  Stadträtin Monika Mack (CDU) weist darauf hin, dass oft beide Elternteile arbeiten müssen und deshalb der Ausbau der Kleinkinderbetreuung wichtig sei.

 

                  Stadtrat Lothar Menges (SPD) führt aus, dass mit dieser Konzeption die Stadt der Zukunft gut entgegensehen könne.

 

                  Für die FDP/FWB fordert Stadtrat Dr. Rüdiger Groh, langfristig Kleinkinderbetreuung für die Eltern kostenfrei anzubieten, damit zum Beispiel mehr ausländische Eltern ihre Kinder in den Kindergarten schicken, was deren Integration fördern könnte.

 

                  Stadträtin Dr. Petra Breitenfeldt (ULB) berichtet, dass die ELSE in Oberrimsingen Vorreiter war. Sie freue sich, dass nun auch CDU und FDP erkannt habe, wie wichtig die Betreuung von kleinen Kindern sei. In den vergangenen Jahren sei dies nicht immer so gewesen, worauf Stadträtin Monika Mack (CDU) entgegnet, dass die CDU-Fraktion nicht hinterher hinke. Jetzt stimme das Konzept.

 

                  Stadtrat Gerold Jäger bemängelt, dass im Kindergarten Oberlin zu wenig Räume vorhanden sind. Oberamtsrat Harald Bitzenhofer berichtet, dass er die Räume besichtigt habe, und dass er kein Problem sehe.

 

                  Bürgermeister Rein erklärt, dass für Ende des Jahres die örtliche Bedarfsplanung vorliege. Die Verwaltung nimmt das Anliegen von Stadtrat Dr. Groh auf und wird untersuchen, wie viel Kinder tatsächlich die Tageseinrichtungen nutzen.


- 7 -

 

                  Beschluss (einstimmig 24:0:0)

 

1.      Der Gemeinderat nimmt den derzeitigen Stand der Kleinkinderbetreuung in der Stadt Breisach am Rhein zur Kenntnis und stimmt der grundsätzlichen Konzeption der Stadtverwaltung für den Ausbau der Kindertagesbetreuung in Breisach zu.

 

2.      Der Gemeinderat stimmt der zusätzlichen Einrichtung einer Kleinkindgruppe im evangelischen Kindergarten Oberlin ab 01.09.2008 zu.

 

 

TOP. 5)      Sanierungsgebiet „Muggensturmstraße/Kupfertorstraße“ in Breisach am Rhein

                  -           Verzicht auf die Erhebung von Ausgleichsbeträgen nach § 155 Abs. 3 Ziff. 1 und 2 BauGB auf der Grundlage des Bodenwertgutachtens des Gutachterausschusses der Stadt Breisach vom 04.03.2008

 

                             In seiner Sitzung am 18.03.2008 hat der Gemeinderat die Satzung über die Aufhebung der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes „Muggensturmstraße/Kupfertrostraße“ beschlossen. Damit konnte das im Jahre 1997 in Gang gesetzte Sanierungsverfahren zum Abschluss gebracht werden.

 

                             Nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches ist eine Entscheidung darüber zu treffen, ob für die im Sanierungsgebiet gelegenen Grundstücke eine Wertsteigerung stattgefunden hat, die auf die sanierungsrechtliche Förderung zurückzuführen ist.

 

                             Der Gutachterausschuss der Stadt Breisach hat in seinem Wertermittlungsgutachten vom 04.03.2009 den Bodenwert für die Grundstücke innerhalb des förmlich festgelegten Sanierungsgebietes zum Stichtag vom 31.12.2007 mit einem Wert von 215,00 €/m² festgesetzt. Dieser entspricht dem derzeit gültigen Bodenrichtwert per 31.12.2006 der Richtwertzone III, in welchem sich das Sanierungsgebiet befindet.

 

                             Damit ist festzustellen, dass keine Wertsteigerung der Grundstücke innerhalb des Sanierungsgebietes stattgefunden hat.

 

      Beschluss (einstimmig 24:0:0)

 

                        Der Gemeinderat beschließt auf der Grundlage von § 155 Abs. 3 Satz 1 und 2 BauGB von der Festsetzung des Ausgleichsbetrages abzusehen.

 

 

TOP. 6)           Sanierung der Breisgauhalle in Breisach

                        -           Vergabe der Sportbodenarbeiten

 

                        Im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung wurden die Arbeiten  für Erneuerung des Sportbodens in der Breisgauhalle Breisach ausgeschrieben. Es hatte 4 Firmen ein Angebot abgegeben.

 

                        Die Submission erbrachte folgendes Ergebnis:

 

                              1)  Fa. Hoppe Sportbodenbau, Holzgerlingen                      161.651,98 €          

                        2)  Fa. Wilms Sportbodenbau, Wiesentheid                      177.769,82 €           + 9,97 %

                        3)  Fa. Schneider, Breisach                      179.745,61 €           + 11,19 %

                        4)  Fa. SBS Sportbodensysteme, Osnabrück                      193.026,93 €           + 19,14 %


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                        Ohne Mitwirkung von Stadtrat Werner Schneider (FDP/FWB) wegen Befangenheit ergeht folgender

 

                        Beschluss (einstimmig 23:0:0)

 

                        Der Gemeinderat vergibt der preisgünstigsten Anbieterfirma Hoppe Sportbodenbau aus Holzgerlingen den Auftrag für die Erneuerung des Sportbodens in der Breisgauhalle zum Angebotspreis von 161.651,98 €.

 

                        Die erforderlichen Haushaltsmittel stehen bei HH. Stelle 2.2150.940140.0/200 zur Verfügung

 

TOP. 7)                        Arbeitsvergabe

                        -     Bekanntgabe einer Eilentscheidung zur Erneuerung der Wasserleitung in der Kirch- und Merdingerstraße in Breisach-Oberrimsingen

 

                        Im vorgenannten Straßenzug ist die Wasserleitung in einem schlechten Zustand durch starke Innenkrustierungen. Diese Beurteilung zeigte sich bei zahlreichen Wasserrohrbrüchen in den letzten Jahren und bezieht sich sowohl auf die Hauptleitung als auf die Hausanschlüsse. Die Wasserleitung wurde in den Jahren 1950-52 verlegt .

                        Die Baumaßnahme wurde von der badenova öffentlich ausgeschrieben.

 

            Die Submission ergab folgendes nachgeprüftes Ergebnis:

                        1) Firma Paul Schächtele, Breisach-Niederrimsingen 145.809,51 €

                        2) Firma Wehrle GmbH, Simonswald 171.417,12 €

                        3) Firma Kabel- u. Tiefbau GmbH, Kehl 190.988,46 €

                        4) Firma Bau GmbH, Herrischried 196.321,87 €

 

                        Im Haushaltsplan 2008 sind für beide Maßnahmen 122.000,00 € eingeplant. Die evtl. Mehrkosten in Höhe von ca. 25.000,00 € wird im Gesamt-Wasserhaushalt aufgefangen.

 

                        Die Firma Schächtele sollte in der 25. Woche mit den Arbeiten beginnen, um unnötige Behinderungen beim Dorffest und Herbstgeschäft zu verhindern

 

                        Beschluss (einstimmig 24:0:0)

 

                        Der Gemeinderat stimmt der Eilentscheidung des Bürgermeisters zur Auftragserteilung für die  Erneuerung der Wasserleitung in der Merdinger- und Kirchstraße in Niederrimsingen an die preisgünstigste Anbieterfirma Paul Schächtele zum Angebotspreis von 145.809,51 € zu.

 

 

TOP. 8)     Verschiedenes

 

                        Stadtrat Gerd Müller (ULB) stellt den Antrag für seine Fraktion, dass die Liste der Veranstaltungen auf dem Weinfestgelände und der anliegenden Parkfläche kritisch von der Verwaltung und dem Gemeinderat bzw. Verwaltungs- und Sozialausschuss überprüft wird. Dabei sei das Interesse der Stadt als Mittelzentrum mit dem Schutz der Anlieger vor unzumutbaren Lärmemissionen in einen vernünftigen Einklang zu bringen. Das Thema soll im Herbst auf die Tagesordnung kommen.


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                        Stadtrat Dr. Rüdiger Groh (FDP/FWB) weist auf den Artikel „Die Fachhochschule in Osnabrück will den von ihnen entwickelten Solarstadtplan auf andere Städte übertragen“ in der Zeitschrift „Der kommunale Infodienst“ hin.

 

                        Stadträtin Dr. Petra Breitenfeldt regt an, „Wägelchen“ für ältere Personen für den Transport von Blumen auf dem Friedhof anzuschaffen. Darüber hinaus weist sie auf das Problem des Abwassers bei starkem Regen hin, das nicht mehr von den Abwasserkanälen aufgefangen werden kann und dann den Münsterberg herunter über die Pflasterung seinen Weg sucht.

                       

 

        

Schluss der Sitzung:  19.20 Uhr



 

         Zur Beurkundung

 

 

          Gemeinderäte:              Der Bürgermeister:

 

 

 

 

 

 

Die Protokollführe­rin:

 

 

 

 

E. Dizien-Richarz

 

 

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