Protokoll Nr. 06
über die öffentliche
Sitzung des Gemeinderats
am 20.06.2006 im
Bürgersaal
des Rathauses in
Breisach am Rhein
Teilnehmer:
Als Vorsitzender: Bürgermeister Rein
Die Stadträte: Baldus Stephanie
Bercher Peter
Binz
Andreas
Dr.
Breitenfeldt Petra
Czemerys
Günter
Fischer
Andreas
Gnädinger
Rudolf
Dr. Groh
Rüdiger
Hintereck Wendelin
Ingenhoven
Willi
Jäger
Gerold
Jungel
Bernd
Köbele
Ruth
Kreutner
Frank
Leber
Jörg
Mack
Monika
Maier-Hänle
Ulrike
Menges
Lothar
Müller
Gerd
Schneider
Werner
Schäfer,
Thomas
Siegel
Anton
Singler
Andreas
Wiedensohler
Imogen
Zimmermann
Reiner
Entschuldigt: Fleig Andreas
Von der Verwaltung: Ortsvorsteher Bernhard
Kiefer
Ortsvorsteher
Walther Ziegler
Stadtkämmerer
Konrad Schanno
Stadtbauoberrat
Horst Wolf
Dipl.
Ing. Stefan Baum
Stadtoberamtsrat
Harald Bitzenhofer (Protokoll)
Beginn der Sitzung: 18.30 Uhr
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Die Sitzung wurde vom 1. stellvertretenden
Bürgermeister Bernd Jungel eröffnet. Mit Einverständnis aller Gemeinderäte
wurde der Tagesordnungspunkt 3) entgegen der Tagesordnung vorgezogen.
TOP. 1 Verpflichtung des neugewählten
Bürgermeisters, Herrn Oliver Rein
Bernd Jungel bezeichnete diese Sitzung als
historische Sitzung. Er verwies auf die zahlreichen Aufgabenfelder, die den
neuen Bürgermeister erwarten. Er wünschte ihm viel Kraft, Freude und Glück, um
die notwendigen zukunftsweisenden Entscheidungen treffen zu können. Dabei
sicherte er ihm die loyale und offene Zusammenarbeit des Gemeinderates zu.
Nach § 42 Abs. 6 der
Gemeindeordnung vereidigt und verpflichtet ein vom Gemeinderat gewähltes
Mitglied den Bürgermeister in öffentlicher Sitzung im Namen des Gemeinderates.
StR. Monika Mack (CDU) schlägt hierfür Bernd Jungel vor.
Der weitere Vorschlag von StR.
Dr. Petra Breitenfeldt (ULB): StR. Imogen Wiedensohler. Dies wurde von StR.
Imogen Wiedensohler zurückgewiesen.
Auf Nachfrage von Herrn Bernd Jungel stimmte der
Gemeinderat einer offenen Wahl einstimmig zu.
Beschluss (einstimmig;
26:0:0)
Der Gemeinderat wählt für die
Vornahme der Verpflichtung des gewählten Bürgermeisters den 1.
stellvertretenden Bürgermeister Bernd Jungel.
Nach dem Verlesen der
Verpflichtungsformel und dem Hinweis auf die Bedeutung der Verpflichtung sowie
auf den früheren Diensteid leistet der neugewählte Bürgermeister, Herr Oliver
Rein, das vorgeschriebene Gelöbnis. Die Niederschrift über die Verpflichtung
des Bürgermeisters über die neue Amtszeit ist dem Protokoll als Anlage beigefügt.
Bürgermeister Oliver Rein
bedankt sich für das Vertrauen und bittet um die Mithilfe des Gemeinderates und
aller Bürger. Insbesondere freut er sich über den guten Besuch dieser Gemeinderatssitzung.
Er bedankte sich beim Gemeinderat für die Hilfe im Wahlkampf, ebenso bei der
Verwaltung sowie bei allen Bürgern. Er befindet, Breisach ist auf einem guten
Weg, welcher auch künftig fortgeführt werden soll. Er bittet um weniger politische,
sondern mehr sachliche Diskussionen, um Ideen und Visionen für den künftigen
Weg von Breisach auf den Weg bringen zu können. Mehrheiten sollten respektiert
werden. Er bittet die Fraktionen, an einer der nächsten Sitzungen der jeweiligen
Fraktionen teilnehmen zu können. Die wichtigen Themen der Stadt Breisach sollten
im Rahmen eines sog. Ältestenrates zusammengestellt werden. Dem Gemeinderat
sicherte er Offenheit und Berechenbarkeit zu. Ebenso bat er um entsprechende
Offenheit. Die Zukunftsthemen sah er insbesondere in der Kinder- und
Jugendarbeit, der Stadtentwicklung, Konversion, Europa, Retention, Energie,
Umwelt und Verkehr.
Für die Zukunft wünschte er
sich eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat
TOP. 2) Frageviertelstunde für Einwohner
Frau Oberkirch wünscht dem
neugewählten Bürgermeister Oliver Rein ein gutes Handeln und freut sich
erwartungsfroh auf die kommenden Sitzungen.
Weitere Fragen wurden von den
zahlreich teilnehmenden Besuchern nicht gestellt.
TOP.
3) Bekanntgabe der Beschlüsse
der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung vom
16.05.2006
Nach § 35 Abs. 2 der
Gemeindeordnung gibt Bürgermeister Oliver Rein bekannt, dass der Gemeinderat in
seiner nichtöffentlichen Sitzung vom 16.05.2006 der Annahme einer Spende der CJ
International Ltd., Polen, für den Jugendaustausch Oswiecim zugestimmt hat.
TOP. 4) Bebauungsplan Wohnpark Kandelhof
- Offenlagebeschluss
Bürgermeister Oliver Rein
führt in das Thema ein. Städtebaulicher Hintergrund der Planung ist die Schließung
der Industriebrache in diesem Gebiet. Positiv ist zu werten, dass auf Grund der
kleinen Parzellen die Grundstücke für Familien erschwinglich sein sollen. Dies
hat jedoch die Auswirkung, dass städtebaulich auch entsprechende Aufenthaltsplätze
für Kinder bereitgestellt werden müssen. So wurden im I. Bauabschnitt 300 m²
Spielfläche und im II. Bauabschnitt 200 m² Spielfläche eingeplant. Dies wurde
auch vom Gemeinderat in der Sitzung vom 16.05.2006 als ausreichend bezeichnet.
Die Behandlung dieses Tagesordnungspunktes
wurde jedoch in der Sitzung des Gemeinderats vom 16.05.2006 abgesetzt, weil auf
Antrag der ULB die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien bei der Realisierung
der Wohngebäude einer genauen Betrachtung zu unterziehen wären. Die solartechnische
Ausnutzbarkeit wurde vom zuständigen Ingenieurbüro
nochmals geprüft. In der Sitzung des Bauausschusses am 13.06.2006 hat der
technische Geschäftsführer der Firma SÜBA, Herr Dipl.-Ing. Joachim Boos, die Möglichkeit der Ausnutzung der erneuerbaren Energien
ausführlich dargestellt. Dabei wurde zusammenfassend festgestellt, dass
gegenüber einer optimalen Südausrichtung mit der überwiegenden Mehrzahl der
Gebäude eine bis zu 92 %-ige Ausnutzbarkeit
der Dachflächen für erneuerbaren Energiegewinnungsarten gegeben ist. Bei den
Gebäuden entlang der Straße „Neuer Weg“ kann sogar eine bis zu 95 %-ige Ausnutzbarkeit gewährleistet
werden.
Bürgermeister Rein berichtete,
dass der Bauausschuss diese solartechnische Bewertung als ausreichend
bezeichnet hat.
StR. Gerd Müller (ULB) bat
darum, dass bei künftigen Bebauungsplanverfahren die Realisierbarkeit
erneuerbarer Energien bereits im frühen Stadium in die Planung einbezogen wird,
da spätere Änderungen kaum möglich sind. Er weist darauf hin, dass bei 3 %
weniger Ausnutzung bereits die Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt sein kann.
Dennoch sollte das vorliegende Bebauungsplanverfahren Wohnpark Kandelhof nicht mehr gestoppt werden, so dass die
ULB-Fraktion zustimmen wird. Er beantragte jedoch, in einer der nächste Sitzungen das Thema Solar-Energie-Gewinnung im Gemeinderat
zu behandeln.
StR. Lothar Menges (SPD)
bittet ebenfalls darum, dass künftig die solartechnischen Wertermittlungen im
Vorfeld gemacht werden.
StR. Dr. Rüdiger Groh
(FWB/FDP) vertrat die Ansicht, dass in Anbetracht steigender Öl- und Gaspreise
der Stadtrat sich bei künftigen Bebauungsplänen mit regenerativen
Energiequellen beschäftigen muss, insbesondere bei der Untersuchung von thermischer
Energiegewinnung mittels Wärmepumpen.
Auch die FWB/FDP-Fraktions sieht Gesprächsbedarf für eine künftige
Energiepolitik.
Beschluss (einstimmig;
26:0:0)
Der Gemeinderat beschließt die
Offenlage des Bebauungsplanentwurfs Wohnpark Kandelhof
und erhebt die vorgeschlagenen Beurteilungen entsprechend der Beratungsunterlage
vom 16.05.2006 von Anregungen, Bedenken und Stellungnahmen zum Beschluss. Mit
der Rechtswirksamkeit dieses Bebauungsplanes werden die bisher geltenden
späteren Festsetzungen des Bebauungsplanes Rampar,
zuletzt geändert am 24.11.2000, außer Kraft gesetzt.
TOP. 5) 1. Änderung der Satzung zur Erhebung
einer Vergnügungssteuer
Nach Ausführungen von
Bürgermeister Oliver Rein ist hierzu weiterer Gesprächsbedarf erforderlich, so
dass dieser Tagesordnungspunkt von der Tagesordnung abgesetzt wurde.
Schluss der öffentlichen Sitzung:
19.10 Uhr
Zur Beurkundung
Gemeinderäte: Der
Bürgermeister:
Der
Protokollführer: