Erklärung:

 

 

Diese Website enthält Verknüpfungen zu Websites Dritter ("externe Links"). Diese Websites unterliegen der Haftung der jeweiligen Betreiber. Der Anbieter hat bei der erstmaligen Verknüpfung der externen Links die fremden Inhalte daraufhin überprüft, ob etwaige Rechtsverstöße bestehen. Zu dem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Der Anbieter hat keinerlei Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung und auf die Inhalte der verknüpften Seiten. Das Setzen von externen Links bedeutet nicht, dass sich der Anbieter die hinter dem Verweis oder Link liegenden Inhalte zu Eigen macht. Eine ständige Kontrolle der externen Links ist für den Anbieter ohne konkrete Hinweise auf Rechtsverstöße nicht zumutbar. Bei Kenntnis von Rechtsverstößen werden jedoch derartige externe Links unverzüglich gelöscht.

14.3.2009

design by wnmdesigns

Salzbelastung des Grundwassers


„Salz im Wasser – Rost im Rohr„

Pressemitteilung der Fraktion der Umweltliste Breisach vom 11.3.2004

 

Die Umweltliste Breisach (ULB) begrüßt, dass die Stadtverwaltung sich nun ernsthaft mit der Salzbelastung des Breisacher Trinkwassers beschäftigt und einen Anschluss an das Wasser-werk Hausen erwägt. So bedauerlich es ist, die eigene, dezentrale Wasserversorgung aufgeben zu müssen, so gibt es auf Dauer wohl doch keine Alternative dazu. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Kalivorkommen am Oberrhein ausgebeutet und der Abraum zu großen Halden aufgetürmt. Heute büßen wir für den sorglosen Umgang mit der Natur: Eines der größten und ehemals saubersten Trinkwasserreservoirs Europas ist für Breisach nicht mehr nutzbar. Eine Salzfahne hat sich von der Fessenheimer Rheininsel Richtung Norden auf die Tiefbrunnen Breisachs hin und darüber hinaus ausgebreitet.

Seit Jahren schon ist die ULB im Breisacher Stadtrat und auf ihren Internetseiten „einsamer Rufer“ mit der Forderung, sich mit den Folgen dieser Belastung auseinander zu setzen und Schadensersatzklagen vorzubereiten. Immer hat die Umweltliste darauf hingewiesen, dass vor allem die Gefahr der Korrosion von Rohrnetz und Hausinstallationen zu beachten ist, lange bevor das Wasser als Lebensmittel nicht mehr genießbar ist. So warnt die österreichische Trinkwasserverordnung ausdrücklich vor dem Korrosionsrisiko bei Chloridwerten höher als 100 mg/l. Im Breisacher Wasser befinden sich seit einem Jahr über 200 mg/l! Diese Werte wurden aber 2000 schon fast erreicht und führten zu einem Antrag der ULB im Stadtrat (s. Badische Zeitung vom 21.6.2000). Zuletzt hat Gerd Müller in der Rede zum Haushalt 2004 für die ULB auf das drängende Problem hingewiesen. Das Echo der übrigen Fraktionen im Stadtrat in all den Jahren war Schweigen, keine hat das Thema mit aufgegriffen.

Dabei sollte das Korrosionsproblem seit langem bekannt sein. Schon in den achtziger Jahren mussten korrodierte Turbinen der Rheinkraftwerke als Folge der jahrelangen Salzeinleitungen bei Fessenheim ausgetauscht werden. Colmar musste seine Trinkwasserbrunnen im Gebiet „Neuland“ aufgeben und neue an anderer Stelle in Betrieb nehmen. Eine extra angefertigte EU-Studie vom Mai 2003 hat große Schäden an Beregnungsanlagen elsässischer Maisbauern und bei betriebseigenen Industriebrunnen festgestellt.

In Breisach kann man von Hausbesitzern immer wieder hören, sie hätten vorzeitig durchgerostete Boiler oder Teile ihrer Hausinstallation auswechseln müssen, oft genug nach einem Wasserschaden im ganzen Haus. Wie viele Haushalte in Breisach davon schon betroffen waren, darüber kann man nur spekulieren. (Ein Hausbesitzer hat schon den dritten Boiler innerhalb von zwölf Jahren). Der Schaden insgesamt dürfte ziemlich groß sein. Die Installationsfirmen, Architekten und Fachingenieure sprechen jedenfalls ganz offen von einem großen Problem. Die Schwankungen in den Chloridwerten des Breisacher Wassers erschweren außerdem die Auswahl des richtigen, korrosionsresistenten Materials.

Die Umweltliste Breisach fordert daher im Interesse aller Bewohner Breisachs, Firmen und Hauseigentümer umfassend über die Situation aufzuklären. Die regelmäßigen Wasseranalysen sind ins Internet zu stellen (wie das die ULB - in Auswahl - schon lange tut). Genaue Informationen über die Zusammensetzung des Breisacher Wassers sind notwendig, um sich vor zukünftigen Schäden zu schützen. Den Bauwilligen muss ein vorbereitetes Informationsblatt überreicht werden, damit sie den Architekten oder Installationsbetrieb ihrer Wahl, der unter Umständen nicht aus der Region ist, in Kenntnis setzen können.

Breisach, den 11. März 2004, Gerd Müller (Fraktionsvorsitzender)

 


23.05.2000:

Antrag zur Grundwasserversalzung beim neuen Tiefbrunnen

Die Umweltliste Breisach stellt hiermit den Antrag, Gemeinderat und Öffentlichkeit umfassend über Ausmaß und mögliche Folgen der Grundwasserversalzung im neuen Tiefbrunnen zu informieren, insbesondere über die Korrosionsgefahr. Der Gemeinderat möge in einer der beiden nächsten Sitzungen über das weitere Vorgehen der Stadt beraten.

[Begründung]

Seit langem ist bekannt, dass die Grundwasserversalzung, die vom Kalibergbau im Elsass und bei Buggingen ausgeht, eine latente Bedrohung für die Trinkwasserversorgung in Breisach darstellt. Die Messungen der letzten zehn Jahre weisen einen stetigen Anstieg der Chloridwerte im Trinkwasser aus. Unter den letzten vier Messwerten des neuen Tiefbrunnens sind zwei Spitzenwerte von nahezu 300 mg/l. Nun ist allgemein anerkannt, dass schon ab 200 mg/l Chlorid akute Korrosionsgefahr für die Trinkwasserrohre einsetzt und mit steigenden Chloridwerten größer wird.

Nun läuft beim Geologischen Landesamt zur Zeit eine eingehende Untersuchung zur Grundwasserversalzung im Oberrheingraben, die im Herbst erste Zwischenergebnisse bringen soll. Da hohe Investitionswerte von Stadt und Bürgern auf dem Spiel stehen, sollte die Stadt schon jetzt sorgfältig darüber beraten, was zu tun ist. Es ist zu klären, ob die erhöhten Eisenwerte im Hochbehälter in Zusammenhang mit der Versalzung stehen. Es ist auch zu klären, ob eine entsprechende Gefahr für die privaten Hausnetze besteht und wenn ja, was den Privatleuten empfohlen werden kann, um mögliche Schäden zu verhindern.

siehe dazu den Bericht in der Badischen Zeitung vom 21. Juni 2000 und unsere Stellungnahme dazu

 

Design by wnm-designs | © 2004 | Umweltliste-Breisach.de