23.05.2000:
Antrag zur Grundwasserversalzung beim neuen Tiefbrunnen
Die Umweltliste Breisach stellt hiermit den Antrag, Gemeinderat und Öffentlichkeit umfassend über Ausmaß und mögliche Folgen der Grundwasserversalzung im neuen Tiefbrunnen zu informieren, insbesondere über die Korrosionsgefahr. Der Gemeinderat möge in einer der beiden nächsten Sitzungen über das weitere Vorgehen der Stadt beraten.
[Begründung]
Seit langem ist bekannt, dass die Grundwasserversalzung, die vom Kalibergbau im Elsass und bei Buggingen ausgeht, eine latente Bedrohung für die Trinkwasserversorgung in Breisach darstellt. Die Messungen der letzten zehn Jahre weisen einen stetigen Anstieg der Chloridwerte im Trinkwasser aus. Unter den letzten vier Messwerten des neuen Tiefbrunnens sind zwei Spitzenwerte von nahezu 300 mg/l. Nun ist allgemein anerkannt, dass schon ab 200 mg/l Chlorid akute Korrosionsgefahr für die Trinkwasserrohre einsetzt und mit steigenden Chloridwerten größer wird.
Nun läuft beim Geologischen Landesamt zur Zeit eine eingehende Untersuchung zur Grundwasserversalzung im Oberrheingraben, die im Herbst erste Zwischenergebnisse bringen soll. Da hohe Investitionswerte von Stadt und Bürgern auf dem Spiel stehen, sollte die Stadt schon jetzt sorgfältig darüber beraten, was zu tun ist. Es ist zu klären, ob die erhöhten Eisenwerte im Hochbehälter in Zusammenhang mit der Versalzung stehen. Es ist auch zu klären, ob eine entsprechende Gefahr für die privaten Hausnetze besteht und wenn ja, was den Privatleuten empfohlen werden kann, um mögliche Schäden zu verhindern.
siehe dazu Bericht in der Badischen Zeitung vom 21. Juni 2000 und unsere Stellungnahme dazu
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